Der Linz Marathon ist zu Ende. Das Stiegensteigen fällt mir einen Tag danach noch schwer. Doch ich hab gezeigt, dass ich auch Marathonlaufen kann!! Meine Bestzeit konnte ich auf 2.15:34 verbessern, da sind die Folgeschmerzen nicht ganz so schlimm!!!
Mit dem Linz Marathon habe ich bereits im Winter mein Frühjahrsziel definiert und meine Vorbereitungen dazu getroffen. Seit Jänner trainiere ich ja selbstständig, höre viel auf meinen Bauch und meine Beine, schreibe mir keinen Trainingsplan mehr und vertraue auf meine lange Erfahrung und alljene Sachen die ich von meinem bisherigen Trainer Hans gelernt habe.
Ich stand also gut vorbereitet und ziemlich entspannt auf der Voest Brücke in Linz und freute mich, dass es endlich losging. Mit Ivan Barbaryka und Tuae Hosea hatte Christian (Pflügl) zwei Tempomacher organisiert die lange Zeit für ein gleichmäßig hohes Tempo sorgen sollten. Somit ergab sich mit zwei weiteren Slowenen eine starke Gruppe. Bis zum Halbmarathon wollte ich mich möglichst schonen, genug trinken und den Windschatten der Gruppe optimal nützen. Diese Marke erreichten wir dann in 1.07:16, wobei ich mich nicht ganz so gut fühlte wie ich es gerne gehabt hätte. Ich versuchte mich selbst zu pushen, einen guten Rhythmus zu laufen und mich einfach weiter zu arbeiten. Bei Kilomer 25 hatte Ivan seine Arbeit beendet ich ich lief erstmals vorne in der Gruppe, um mich auch an der Tempoarbeit zu beteiligen. Das fühlte sich gleich besser an - ich lauf ja im Training auf immer vorne ;-) Nach 27 Kilometern spürte ich bereits leichte Krampfzustände in der linken Wadenmuskulatur, was mir zu dem Zeitpunkt doch ein wenig Sorgen bereitete. Sonst fühlte ich mich aber sehr gut, und ich wär auch jederzeit bereit gewesen, das Tempo zu forcieren. Mein linkes Bein krampfelte aber immer mehr und ich beschloss ganz wenig langsamer zu machen. Nach etwa Kilometer 30 hatte der Mann mit dem Hammer leider Christian aus unserer gut funktionierenden Gruppe gerissen und wenige Kilometer später verabschiedete sich Primoz Kobe, unser slowenischer Mitläufer, nach vorne. Kurz habe ich nachgedacht das Tempo mitzugehen, doch meine Wade wollte das nicht so gerne. Bis Kilometer 40 begleite mich noch unser kenianischer Tempomacher, für den ich sehr dankbar war, danach wollte ich dann nur noch das Ziel sehen und endlich stehenbleiben. Zum Glück säumten die Schlusskilometer so viele Leute, dass ich die Schmerzen vergessen versuchte und auch vom Tempo her noch ein wenig zulegen konnte.
Somit erreichte ich überglücklich das Ziel am Linzer Hauptplatz in 2.15:34 was zwar nicht die Fahrkarte nach London bedeutete, aber immerhin konnte ich meine Bestzeit um 2: 39 verbessern und einen neuen Kärntner Marathonrekod aufstellen!! Mein persönlicher Plan A tritt also in Kraft - Jungfraumarathon - ich komme wieder!!!!! YESSSSSSSS
von: Markus
Saisonstart beim Berliner Halbmarathon
01.04.12 - 21:47 Uhr
Nachdem für mich heuer der Feber und der März "rennfrei" waren, freute ich mich umso mehr auf den April. Und ich startete gleich am ersten Tag des Monats beim Berliner Halbmarathon in die neue Saison.
Bei 5 Grad wurde diesmal der Startschuss abgefeuert, der etwa 29.000 Läufer in Bewegung versetzte. Vorne weg, wie bei fast jedem Rennen, viele Kenianer, die sich den Sieg unter sich ausmachen würden. Dahinter hatten wir( Markus Weiß- Laztko, Christian Pflügl, ich und alle die sonst noch wollten) das Privileg, einen Kenianer zu haben, der uns zumindest die erste Hälfte des Rennens das Tempo vorgab. Geplant war es, eine 10 Kilometerzeit von 30.40 anzulaufen. Die ersten 5 Kilometer musste ich mich ordentlich strecken um das Tempo zu halten. Die niedrigen Temperaturen und der Gegenwind hemmten mich irgendwie. Erst bei Kilometer 7 kam ich dann schön ins laufen und fühlte mich stärker als anfangs. Die 10 Kilometer Marke passierten der Kenianer und ich dann in 30.47 - also fast im Plan. Christian und die anderen Mitstreiter waren zu diesem Zeitpunkt bereits einige Meter abgefallen. Ich versuchte den wenigen Windschatten, den mein Vordermann hergab, gut zu nützen, doch als dieser dann bei Kilometer 12 stehen blieb, war ich auf mich alleine gestellt. Meine Kilometerzeiten konnte ich trotzdem konstant halten und sogar die zweite Hälfte des Rennens noch etwas an Geschwindigkeit zulegen. Irgendwie schon komisch wenn man alleine durch die Berliner Straßen läuft, doch die Stimmung an der Strecke trieb meinen Motor an. Nach 1.04.41 lief ich als Gesamt 13er ins Ziel und freute mich über diesen gelungenen Saisoneinstieg.
Nun wartet in drei Wochen der Linz Marathon, bei dem Christian und ich versuchen werden, dem Olympialimit möglichst nahe zu kommen. Aus meiner Sicht benötige ich einen "Traumlauf" um diese Hürde nehmen zu können, denn meine Leistung in Berlin war zwar für mich sehr gut, jedoch ist ein Marathon halt doch doppelt so lang!!
von: Markus
Sieg beim Staufenlauf in Dornbirn
30.10.11 - 21:55 Uhr
Der Hausberg der Dornbirner, wurde heute unter die Beine von 130 Läufern genommen. Aus Platzmangel am Gipfel musste das Teilnehmerfeld limitiert werden, wobei die Athleten im Halbminutentakt auf die Strecke geschickt wurden.
Die schnellsten Läufer starteten am Schluss, wobei das Starterfeld aus sehr elitären Mountainbikern, Schitourengehern und Läufern bestand. Die Strecke hatte für jeden etwas dabei. Auf 2,7 Kilometern mussten 1000 Höhenmeter bezwungen werden. Man kann sich also vorstellen, dass es da gscheit auffi geht ;-)
Durch den ungewohnten Einzelstart versuchte ich besonders am Anfang ans Limit zu gehen und ein für mich schnelles Tempo den Berg hoch zu laufen. Doch man kommt sich so langsam vor wenn die Schritte so kurz sind und so versucht man immer weiter zu pushen - jeder für sich selbst.
Nach 36:24 konnte ich die schnellste Zeit und den Streckenrekord auf dieser Strecke aufstellen und konnte dann die herrliche Sicht aufs Ländle so richtig genießen ;-)
von: Markus
Wolfgangseelauf bei Traumwetter
16.10.11 - 21:34 Uhr
Die beiden Marathons waren schon verdaut, die Beine wieder gut in Schuss, nur die Motivation war nicht mehr ganz so, wie es sein sollte, denn meine Fersen lechzten schon nach Pause. Aber wenn man schon eine lange Saison hinter sich hat, ist das fast normal. Das schöne Wetter in St.Wolfgang und die herrliche Landschaft entlockten mir aber noch die nötige Motivation für dieses Rennen über 27 Kilometer mit etwa 300 Höhenmetern.
Vom Start weg lief ich in der ersten Gruppe mit. Das Tempo war relativ langsam, für mich ganz angenehm. Nach drei Kilometern gings dann den Falkenstein hinauf, einen kleinen aber steilen Anstieg mit etwa 250 Höhenmetern. Da trennte sich nun die Spreu vom Weizen. Voran die drei Kenianer mit Ivan Barbarika und mir. Ich verlor am Berg nicht viel und konnte in der Downhill Passage wieder aufschließen. Doch dann zündeten zwei Kenianer den Turbo Boost und liefen ein Tempo, dass ich nicht laufen wollte und auch nicht konnte. So lag ich Großteils des Rennens an Vierter stelle und versuchte ein für mich flottes Tempo zu laufen. Erst 500 Meter vor dem Ziel konnte ich noch einen Kenianer, der lange mit mir gelaufen war überholen und als Dritter finishen.
Alles in allem ein wundervolles Rennen mit einem beeindruckendem Starterfeld. Wenn ein Lauf schon zum 40sten mal stattfindet, dann haben die Organisatoren sicher vieles richtig gemacht - und das merkt man als Athlet in St. Wolfgang!!
von: Markus
Staatsmeistertitel beim Dreiländermarathon in Bregenz
02.10.11 - 22:02 Uhr
Mein zweiter Marathonstaatsmeistertitel im Marathon, gesamt mein sechster Titel, war sicher einer der leichteren! Obwohl die letzte Woche vor dem Marathon alles andere als ideal war, bin ich mit meinem Rennen sehr zufrieden.
Seit Mittwoch der Vorwoche quälte ich mich mit einer starken Verkühlung herum, verbrachte mehr Zeit im Bett als sonstwo. Dass ich dann am Sonntag einen Marathon laufen sollte, konnte ich mir nur sehr schwer vorstellen. Doch mit Zitronentee inclusive Ingwer wurde ich wieder aufgepeppelt und meine Kräfte kamen wieder - zumindest zum Teil.
Das Rennen ging ich dann ganz entspannt an, denn ich wollte mich nicht übernehmen und meine Kräfte schonen. Großteils des Rennens lief ich mit den besten Österreichern mit, wobei ich bei Kilometer zehn schon etwa 30 Sekunden dahinter lag. Bei Kilometer 15 schloss ich wieder auf und sorgte auch die meiste Zeit fürs Tempo. Ab Kilometer 26 lief ich dann alleine und konnte sicher den Titel nach Kärnten holen. Nun werde ich mich wieder völlig erholen und dann entscheiden, ob ich noch einen Angriff auf meine Marathonbestzeit wagen werde. Denn ohne völlig gesund zu sein, ist eine Verbesserung nicht möglich.
von: Markus
Sieg beim Jungfraumarathon!! Unglaublich!!
10.09.11 - 22:09 Uhr
Schon lange habe ich vom Jungfraumarathon gesprochen und wollte diesen landschaftlich so schönen Lauf unbedingt einmal laufen. Nun habe ich ihn endlich in Angriff genommen und auch gewonnen ;-)
Ich war mir meiner guten Form und meiner Stärke bewusst, doch vom Sieg zu sprechen, wagte ich vor dem Rennen nicht wirklich. Zu viele Unbekannte standen mir bevor. Noch nie zuvor bin ich einen Bergmarathon gelaufen, nie zuvor musste ich über 3 Stunden am Limit laufen. Die Strecke kannte ich nur von Bildern aus dem Internet, bin dort vorher keinen Meter gelaufen. Doch die Tipps von Freunden die dort schon gelaufen sind und vom mehrfachen Jungfraumarathonsieger Jonathan Wyatt haben mir schon im Training sehr geholfen. Mit meinem Trainer Hans, habe ich mich optimal auf diesen Bergmarathon vorbereitet....
Nach der Schweizer Nationalhymne wurden die über 4000 Starter von Interlaken aus auf die Reise zur kleinen Scheidegg geschickt. Ich reihte mich gleich ganz vorne ein und lief mit dem Schweizer Patrick Wieser bis zu Kilometer vier. Dort holte ich mir mit einer kleinen Beschleunigung die erste von drei Sprintprämien an diesem Tag. Nach dieser kurzen Beschleunigung lief ich wieder etwas langsamer, um auf meine Mitstreiter zu warten. Doch niemand wollte aufschließen. So beschloss ich eben mein eigenes Tempo zu laufen. Natürlich lagen noch 38 Kilometer vor mir, doch ich dachte, in den Bergaufpassagen wird schon jemand von hinten aufschließen. Außerdem konnte ich mein eigenes Tempo laufen, wobei ich mich sehr wohl fühlte. Für viele Trainer oder Athleten war meine kurzerhand beschlossene Taktik wohl zum Scheitern verurteilt, doch ich selbst wusste was ich im Stande war zu leisten. Ich genoss die Stimmung entlang der Strecke, saugte mir diese Energie auf und überquerte nach 1.11:40 die Halbmarathonmarke in Lauterbrunnen. Nach 25 Kilometern, also kurz vor dem ersten groben Anstieg, wurde mir mein Vorsprung von 3 Minuten von einem mitfahrendem Motorradfahrer mitgeteilt. Ich konnte also nun relativ gelassen in die Steigung hineinlaufen, obwohl ich zugeben muss, großen Respekt vor den nun anstehenden 1600 Höhenmetern gehabt zu haben. Und es wurde auch gleich richtig steil, sehr sogar! Mit kleinen Schritten versuchte ich so schnell wie möglich in einen guten Rhythmus zu kommen. Ich kam mir aber so langsam vor, dachte mir, dass mich bald jemand einholen wird. Doch hinter mir war nichts zu sehen. Kurz vor und nach Wengen wurde es dann wieder recht schön (flach) zum Laufen. In Wengen selbst tankte ich mit einem Gel und recht wenig Wasser noch einmal nach und wagte auch mal einen Blick in Richtung Gletscher. Natürlich spürte ich, dass die Kräfte nicht mehr ganz so verfügbar waren, deshalb schaltete ich ein wenig vom Tempo zurück und versuchte einfach weiter zu laufen, immer weiter den Berg hinauf. Endlich bei 36 Kilometer angekommen meldete sich meine Muskulatur mit leichten Krämpfen. Doch dann waren es nur mehr 4,6 Kilometer bergauf, denn die letzten 1,6 Kilometer führen dann leicht bergab ins Ziel. Nach 38 Kilometer blieb ich einmal stehen um einen Schluck Cola zu trinken. Die gesamte Moräne am Schluss des Anstieges bin ich gegangen, um ja nicht mit einem Krampf auszuscheiden. Hinter mir sah ich zwar meine Konkurrenten näher kommen, doch ich hatte wenig Sorgen, meinen Vorsprung zu verspielen. Als es dann endlich flacher wurde und wieder bergab ging, wusste ich, dieses Rennen werde ich gewinnen. Es war sehr schön, das Zielband auf meiner Brust zu spüren und als erster ins Ziel einzulaufen. Ein ganz besonderer Moment in meinem Leben!!!
Ich danke besonders meiner Freundin Sabine, meiner Familie, meinem Trainer Hans, die mir sehr geholfen haben mein Ziel zu erreichen und all jenen die mir auch in schlechten Zeiten immer zur Seite stehen!!! DANKE!!!!
von: Markus
!0 Jahre Kärnten läuft - Lauffest pur
24.08.11 - 19:23 Uhr
Die zehnte Auflage der größten Kärntner Laufveranstaltung versprach nicht zu viel. Mit sieben Bewerben und insgesamt 7000 Startern haben die Veranstalter wieder perfekte Arbeit geleistet und den Wörthersee zum Prodeln gebracht.
Mein Bewerb, der Halbmarathon am Sonntag, war diesmal so gut besetzt wie noch nie. Sage und schreibe 20 Afrikaner setzten sich vor dem Schlosshotel in Velden mit dem Startschuss in Bewegung. Und sie liefen trotz der hohen Temperaturen ( am Start 25 Grad) wie erwartet mit viel Risiko an. Mein Ziel konnte es daher nur sein, bester "Weißer" zu werden, denn viel zu holen gibts gegen soviel Konkurrenz nur schwer. Ich wollte mein Rennen zwecks der schwierigen äußeren Verhältnisse eher verhalten beginnen, doch nach einem Kilometer war ich bereits alleine auf weiter Flur. Vor mir die Horde Afrikaner, hinter mir nicht viel. Kurz dachte ich auf die nächste Gruppe zu warten, doch ich warte nur sehr ungern auf jemanden. So beschloss ich mein Tempo möglichst konstant durchzulaufen. Ab Kilometer 12 konnte ich dann die mit zu viel Risiko gestarteten Afrikaner schön langsam einsammeln, was auch meiner Motivation sehr gut tat. Die Stimmung auf der Strecke war diesmal auch wieder perfekt und bis Kilometer 18 ging es mir sehr gut. Ab dann quälte mich mein Seitenstechen, auf Grund dessen ich mein Tempo drosseln musste. Spätestens 500 Meter vor dem Ziel waren dann aber wieder alle Schmerzen vergessen, denn das Publikum tobte und trieb mich lautstark bis ins Ziel. Mit meiner Zeit von 1. 06:01 und Platz 10 bin ich klarerweise sehr zufrieden und habe mein Ziel, bester "Nichtafrikaner" zu werden deutlich geschafft. ;-)
Nun wartet in 3 Wochen der Jungfrau Marathon in der Schweiz, für den ich sicher gut gerüstet bin.
von: Markus
Geniale Leistung Vol.2
21.08.11 - 19:01 Uhr
Die Outdoortrophy im vorarlbergerischen Lingenau war der nächste Streich, meine momentan gute Form auf den Boden zu bringen. Und der Boden ging diesmal wieder bergauf.
Dieser Bewerb setzt sich wie der Dolomitenmann aus vier verschiedenen Sportarten zusammen. Die Athleten müssen nacheinander berglaufen, paragleiten, Kajak fahren und zum Abschluss mountainbiken. Ich startete diemal im Team " Red Bull" mit meinen wagemutigen Kollegen Thomas Mitterdorfer, Harald Hudetz und Thomas Dietsch.
Die Berglaufstrecke, also mein Teil dieser Veranstaltung, sollte mir liegen. Die erste Hälfte der Strecke führte "nur" leicht bergauf und war großteils auf Asphalt zu laufen. Genau in diesem Abschnitt konnte ich auch den Anschluss zu den wirklich guten Bergläufern aus Afrika halten. Erst im obersten, steileren Abschnitt verlor ich ein wenig Zeit auf Isaac Kosgei und den Vizeweltmeister aus Eritrea. Aber gegen diese Leute ist es keine Schande ein wenig Zeit einzubüßen. Nach 65 Minuten und ein paar zerquetschten Sekunden erreichte ich also als Dritter das Ziel 1100 Höhenmeter über dem Start.
Meine Teamkollegen konnten dann den Podestplatz halten, wobei Haki Hudetz noch eine sensationelle Bestzeit in die Bregenzer Ache zauberte.
von: Markus
Geniale Leistung Vol.1
07.08.11 - 00:02 Uhr
Die zehnte Auflage des legendären Holzstraßenlaufes war auch für mich was besonderes. Ich dachte die vergangenen Jahre werden nicht zu topen sein, jedoch waren heuer unglaubliche 1350 Starter in das kleine Dörfchen gekommen und die Zuschauer feuerten die Athleten so lautstark an, dass die Gänsehaut am Rücken gar nicht mehr weggehen wollte. Meine Leistung trug natürlich auch zu meiner Zufriedenheit bei!!!
Ich startete wie immer eher verhalten, wobei ich die ersten beiden Runden doch mit den Läufern der kürzeren Distanzen verbringen wollte, um nicht den gesamten Halbmarathon alleine laufen zu müssen. Doch nach dem ersten gröberen Anstieg nach 4 Minuten konnte mir niemand mehr folgen, obwohl ich nicht wirklich aufs Tempo drückte. Heute gings besonders auf den flachen Passagen extrem gut. Ich spürte wieder eine Leichtigkeit, wie ich sie zuletzt eher missen musste und nahm natürlich die supertolle Stimmung tief in mich auf. Die Freude an diesem Sport ist wieder voll da. Nach 1.05:56 erreichte ich in neuer Streckenrekordzeit das Ziel in St. Peter. Für mich ist das selbst eine unglaubliche Leistung, denn die Strecke ist ja mit seinen 202 Höhenmetern sicher nicht eine ganz leichte. Momentan bin ich mir meiner Stärke in allen Bereichen bewusst und werde diese auch bei den nächsten Rennen ausspielen. Ich bin froh, nicht gegen mich selbst laufen zu müssen!!! ;-)
von: Markus
Mauthner Alm das erste Mal bei Regen
25.07.11 - 22:18 Uhr
Ein ganz ungewöhnliches Bild würde uns Läufern diesmal beim Mauthner Alm Berglauf geboten. Normalerweise strahlte die Sonne vom Himmel und der Blick dann vom Ziel ins schöne Gailtal entschädigte alle für ihre Anstrengungen den Berg bezwungen zu haben. Diesmal starker Regen und eigentlich ein Tag, wo man keinen Hund vor die Türe schickt!!
Diesmal streifte ich mir vor dem Start noch die Ärmlinge über, um dann in Zielnähe bei 5 Grad ( immerhin noch PLUS) nicht ganz zu erfrieren. Durch meinen vortäglichen Halbmarathon ,der von der Strecke her relativ schwer war, wollte ich heute nicht unbedingt meine Grenzen ausloten und lief eben ein flottes Tempo den Berg hoch. Kurz nach der Kirche Maria Schnee, war ich bereits alleine unterwegs und konnte mir das Rennen je nach Befinden einteilen. Im oberen Teil der Strecke wurde es dann wirklich deutlich kälter, wobei meine Kleidung mit kurzer Hose und kurzem Leibchen auch dazu beitrugen. Die 800 Höhenmeter auf 8 Kilometern Länge schaffte ich in knapp unter 40 Minuten und lief nach dem Zieleinlauf volley in die Enzianhütte, um mir dort meine nassen Klamotten vom Leib zu reißen ;-)
Die anschließende Hüttengaudi mit der Siegerehrung hatte doch seinen Reiz, jedoch hätte sich dieser Lauf ein schöneres Wetter verdient - 2012 wird wie in den vergangenen 16 Jahren bestimmt wieder die Sonne vom Himmel lachen - HOFFENTLICH
von: Markus
Auf Jonathan´s Fersen
18.07.11 - 10:27 Uhr
Der Großglocknerberglauf war gestern wieder das Zentrum des internationalen und nationalen Berglaufsports. Für mich als schon "fast" einheimischen ist es immer ein Hit hier am Start zu stehen und die Ganslhaut zu spüren wenn ich ins Ziel einlaufe....
Diesmal war es ein ganz besonderer Tag. Zwar wusste ich, dass mir so eine Minute auf meine Bestzeit fehlen würde, startete aber trotzdem sehr offensiv und lief die ersten Kilometer mit den Freunden aus Kenia mit. Die erste ganz steile Passage hinauf zur Aussichtsplattform überholte mich wenig überraschend der starke Schweizer David Schneider und ich spürte wie Jonathan Wyatt immer näher kam. Die folgende flache Strecke konnte ich wieder halbwegs Tempo aufnehmen bevor es nach dem Wasserfall die nächste Steilstufe zu überwinden galt. Kurz vor der Trogalm überholte mich dann Jonathan, ich konnte mich aber noch ins nächste Flachstück retten, wo ich mir leichter tat als der mehrfache Weltmeister im Berglauf. Dort winkte er mich nochmals an sich vorbei und ich versuchte wieder einen schnellen Schritt auszupacken. Ab dem ersten Stausee konnte er sich dann doch Schritt für Schritt von mir absetzen und erreichte als fünfter das Ziel auf der Franz- Josef- Höhe auf 2369 Meter Seehöhe. Eine gute Minute später hatte auch ich das Ziel erreicht, und mein Bruder Christian, der mit dem Moutainbike die Strecke von Heiligenblut ins Ziel hinter sich gebracht hatte, begleitete mich auf der Zielgeraden. Das Bruderduell hatte ich deutlich verloren, trotzdem fühlte ich mich wie die anderen 900 Läufer als Sieger!
von: Markus
Heißes Europameisterschaftsrennen
10.07.11 - 12:34 Uhr
Nun sitz ich wieder im Hotelzimmer und denke über das Rennen nach, das ich vor knapp 2 Stunden in Angriff genommem habe. Die Berglaufeuropameisterschaft ging heute von Bursa, einer Stadt mit der Größe von Wien, mit einer Streckenlänge von 12 Kilometern und 1245 Höhenmetern über die Bühne.
Beim Start um 11.15 in Bursa hatte es etwa 32 Grad. Der erste Kilometer wurden auf Asphalt gelaufen, wobei man glaubte man läuft in einer Sauna. Nach diesem Abschnitt ging es auf einen schmalen Wanderweg, wobei sich das Feld weit in die Länge zog. Alle wollten so weit wie möglich vorne sein, jedoch konnte man auf diese langen Strecke auch noch später überholen - sollte man noch Kraft haben. Mein Beine fühlten sich aber nicht sehr gut an. Nach etwa 3 Kilometern gings dann etwas leichter und ich konnte einige Plätze gut machen. Die Strecke war eigentlich sehr gut zum Laufen - kurze steile Abschnitte folgten auf kurze flache Stücke. Die flachen Abschnitte nutzte ich um Plätze gut zu machen, im steilen versuchte ich teils im Gehen aber Großteils mit kurzen Laufschritten am Vordermann dran zu bleiben. Mein russischer Vorläufer lief ein sehr unrythmisches Rennen, deshalb versuchte ich am letzten gröberen Anstieg mich nach vorne abzusetzen. Als ich dann nach knapp 64 Minuten die Ziellinie überquerte, war ich eher enttäuscht über meinen 31 Rang, jedoch gab es da noch einige bekannte Bergläufer, die sich hinter mir eingereiht haben. Alexander Rieder würde als bester österreicher 23, Simon Lechleitner 32 und Peter Pripfl 39. Im Team erreichten wir den 8. Rang.
Alles in allem war ich von der Reise sehr positiv überrascht. Sehr freundliche Leute, super Hotel und das Essen ließ keine Wünsche offen. Das Rennen hätte besser laufen können, aber es ist ja doch eine Europameisterschaft mit den den besten 4 Läufern aus den verschiedensten Ländern.....
von: Markus
Zweiter Sieger ;-)
04.07.11 - 09:52 Uhr
Hochpustertal die Dritte. In den letzten beiden Jahren konnte ich jeweils den Halbmarathon gewinnen. Für heuer hatte ich mir die kürzere Variante, die 12,1 Kilometer lange Strecke vorgenommen.
Bei optimalen Bedingungen wurde pünktlich um 18:30 im italienischen Innichen gestartet. Die kühlen Temperaturen und der stetige Rückenwind waren heute wohl des Läufers Freunde. Gleich von Beginn setzte sich eine größer Gruppe mit Edi Lahner -dem Vorjahressieger über die kürzere Variante, Hannes Rungger - dem Vorjahreszweiten über den Halbmarathon, Matthias Steinwandter - einem jungen Top Triathleten, Roman - der heuer das erste Mal dabei war und mir an die Spitze des Feldes. Das Tempo, in Anbetracht der äußeren guten Verhältnisse sehr schnell, am Anfang so zwischen 2.56 und 3.10. Bei Kilometer 8 versuchte ich das erste Mal der Gruppe zu "entkommen". Mit einer deutlichen Tempoverschärfung zog ich vorne weg. Nur Hannes konnte mir folgen. Ich merkte sogleich, dass Hannes und ich momentan auf etwa dem gleichen Leistungsniveu unterwegs waren. So lief alles auf einen Zielsprint hinaus, den ich von hinten lief. Es wurde am Schluss verdammt schnell, den meine Beine flogen nur noch so herum und das Ziel schoss uns entgegen. In der leichten Linkskurve ins Ziel war ich dann leider einen halben Schritt zurück, aber das machte dem guten Rennen mit einem Kilometerschnitt von 3.03 keinen Abbruch.
Trotzdem ist dieses Sillian, wo ich mittlerweile einige Freunde habe, kein guter Boden für mich. Von 4 Rennen habe ich mich 2 mal verlaufen (einmal stand ich im dunklen Wald und der Weg war zu Ende ;-) ) und wenn ich nicht schon 2 mal den Hochpustertalrun gelaufen wäre, wären wir auch dieses Mal falsch gelaufen, denn die Streckenposten wollten uns auf die Halbmarathondistanz schicken.........
Nächstes Rennen: Bursa ( Türkei) , Berglaufeuropameisterschaft
Ein langes und schönes Wochenende liegt hinter mir. Am Samstag begann der Tag bereits um 4 Uhr früh, denn meine gewonnene Ballonfahrt wurde an diesem Tag eingelöst. Ein wirklich herrliches Erlebnis. Am Samstag Abend stellte ich mich in den Dienst meines Vereinskollegen Florian Schipflinger und und zog ihn zu einer neuen persönlichen Bestzeit von 15:40 über 5000 Meter. Beide waren wir froh, dass das so gut geklappt hat und Florian strahlte den restlichen Abend wie ein Schokoladenkuchenpferd ;-)
Am Sonntag dann Kärntner Berglaufmeisterschaften am Katschberg. Auch diesmal klingelte der Wecker zeitig. Also war ich nach 5 Stunden Schlaf schon wieder unterwegs. Eigentlich hätte ich in meiner Laufbekleidung schlafen gehen könnnen, dann hätte ich mir wieder 5 min an Zeit sparen können.....
Das Rennen selber mit einer Länge von 11 Kilometern und etwa 930 Höhenmetern entwickelte sich ganz gut. Gemeinsam mit Robert Stark bewältigte ich die ersten, recht steilen Kilometer auf Asphalt. Danach gab es immer wieder kurze flache Passagen, wo ich dann mein Tempo laufen konnte und Robert immer einige Meter hinter mir ließ. Nach 51 Minuten und 58 Sekunden hatte ich dann als Sieger das Ziel erreicht und schlüpfte sogleich in eine warme Jacke, denn dort oben herrschten nicht wirklich angenehme Temperaturen. Die gewonnenen Medaillen (mit der Mannschaft wurden wir Dritter) wurden in Essbares eingetauscht und mit Robert, den Veranstaltern und Freunden noch bis in die Abendstunden kräftig gefeiert.
Der Berglauf war an diesem Tag wohl das Einfachste, die anschließenden Stunden wohl anstrengend aber echt genial!! 2012 wird bereits vorgemerkt!!!
Die diesjährige Meisterschaft im Berglauf hatte ich wie fast immer rot in meinem Kalender markiert. Ich laufe immer wieder gerne am Berg - diesen Sonntag war fast alles anders....
Bereits am Freitag fuhren mein Trainer Hans und ich den langen Weg in Richtung Kleinwalsertal. Als ich von zu Hause wegführ, führte ich ein ausfühliches Gespräch mit dem Teufel auf meiner Schulter. Er sagte: Markus, wo fährst du hin? Du willst doch nicht wirklich laufen bei dem Gesundheitszuustand???" Er hatte vollkommen recht. Denn ich war von Dienstag an viel im Bett gelegen und war sehr stark verkühlt. Doch wir fuhren einfach drauflos....
Am Sonntag dann die ersten Laufschritte seit sechs Tagen. Ich fühlte mich besser, aber noch immer weit entfernt von gesund. Das Aufwärmen trieb mir schon den Schweiß auf den Rücken und ich war froh, dass es dann losging. Die Strecke zwar schwierig doch viel kürzer als sonst sollten kein Nachteil sein. Die ersten 2 Kilomer wellig durch Riezlern heftete ich mich auf die Fersen des sympathischen Schweizers David Schneider, der, als es dann wirklich bergauf ging sein einsames Rennen lief. Nach etwa 3,5 Kilometern und der Hälfte von 888 zu bewältigenden Höhenmetern lief ich kurz mit dem späteren Meister Alex Rieder. Doch dann, in den Passagen die mir eigentlich mehr liegen müssten als diese extrem steilen Rampen, ging mir nicht überraschend die Kraft aus und ich musste viel gehen. Simon Lechleitner und Peter Pripfl überholten mich dann bald darauf und auch Richard Oberndorfer, den ich dann aber am Schlussanstieg mit dem letzten Hemd hinter mir lassen konnte. Somit wurde ich Vierter, nicht das Wunschresultat, aber in Anbetracht der Dinge gar nicht so schlecht. Ich hätte auch viel weiter hinten sein können......
Die Europameisterschaft in der Türkei ist somit geritzt und ich hoffe dort dann wieder gesund mein wahres Leistungspotiental entfalten zu können ;-)
Die vergangene Woche hatte wieder viel zu bieten. Dienstag Dobratsch 16,4 Kilometer +1140HM, Freitag Reißkofel, Samstag Zammelsberg 7,2 Kilometer, Sonntag Dellach Viertelmarathon.....
Am Dienstag fanden die 1. int. Kärntner Bergstraßenlaufmeisterschaften von Villach auf den Dobratsch statt. Eine Strecke die mir liegen müsste. Ein sehr elitäres Feld machte sich pünktlich um 18: 30 abends, nach der Arbeit, von ganz unten am Anfang der Steigung bereit. Die ersten 500 Meter fielen mir noch sehr schwer, dann wurde es aber immer besser und besser und ich konnte meinen Rhythmus laufen. Durch die Länge der Strecke kann man sich fast nie erholen, denn auch die kurzen flachen Passagen bin ich auf Druck gelaufen. Mit 1.12.45 konnte ich dann eine neue Bestzeit auf den unten heißen und oben dann kühleren Asphalt zaubern.......
Am Freitag, also am Vortag des Rennens in Zammelsberg bin ich noch mitn Christoph auf den Reißkofel gewandert, um für die beiden Rennen am Wochenende gewappnet zu sein ;-) Der Samstagmorgen präsentierte sich dann wettertechnich sehr bescheiden für einen Maitag. Im Tal regnete es in Strömen und ab 1400 Meter Seehöhe schaute es schon sehr winterlich aus. Ich hatte also doch bedenken, dass es in Zammelsberg mehr weiß als grün war. Dort angekommen hörte dann der Regen sogar auf und einem guten Wettkampf stand nichts mehr im Wege. Die 7,2 Kilometer lange Strecke mit schwierigen Passagen passten perfekt in meine Berglaufvorbereitung und ich lief das Rennen ziemlich auf Druck. Zwei Rehe, die plötzlich aus dem Gebüsch schossen und mich nur knapp verfehlten, waren zu diesem Zeitpunkt bei Km 3 meine einzigen, kurzen Begleiter. Im Ziel angekommen konnte ich mich über eine Verbesserung zur Vorjahreszeit um 16 sec freuen... Auch den abschließenden 3x 400 Meter Bewerb konnte ich mit meinen Staffelpartner am Podest beenden. Wir haben es sehr spannend gemacht...
Beim Laufevent in Dellach, wollte ich über die Viertelmarathondistanz auch einen Vergleich zum Vorjahr ziehen. Nun habe ich ja bereits wieder einige Wochen trainiert und nun heißt es schön langsam wieder volle Attacke. Die ersten Kilometer lief ich noch gemeinsam mit Christian Robin, doch dann drückte ich immer mehr aufs Tempo und beim Blick auf meine Uhr überraschte ich mich zum Teil selbst. Denn genau diese Strecken laufe ich auch sehr oft im Training, doch im Rennen geht das zur eigenen Verwunderung doch um einiges leichter. So beendete ich die Distanz von 10,55 Kilometer in 33.35, einem Kilometerschnitt von 3.11. Für diese selektive Strecke doch zufriedenstellend wobei es mich dann doch wunderte, dass ich dasselbe Rennen 2009 unter 33 Minuten geschafft habe.... Werde ich bereits alt??? ;-)
Schön langsam geht es wieder in die richtige Richtung. Nach einem Monat Training bin ich in den letzten Tagen wieder einige Rennen gelaufen, um wieder Rennkilometer zu sammeln und um das Training so nebenbei etwas abwechslungsreicher zu machen. Hier nun der Reihe nach:
7. Mai - Bei den österreichischen Meisterschaften über 10.000 Meter belegte ich in einem einsamen Rennen mit 31,11 min den guten dritten Platz. Nur ein Bahntraining habe ich dafür benötigt. Mehr Zeit hatte ich nach nur 4 Wochen Training nicht, um zusätzliche Einheiten einzuschieben....
11.Mai Businesslauf in Klagenfurt: Mit meinen Kolleginnen Kathi und Tamara bildeten wir das schnellste Team mit 2 Mädls für unsere Praxis "Genesezeichen" in Villach. Wir geben also nicht nur therapeutisch das Tempo vor ;-)
15. Mai Narzissenblütenlauf in Maria Elend im schönen Rosental: diesmal war es alles andere als schön. Ein Adriatief schüttete uns wie aus Kübeln das Wasser runter und die Temperaturen bewegten sich knapp über dem Gefrierpunkt. Und am Berg, es waren 520 Höhenmeter zu bewältigen, wusste ich nicht ob es oben denn schon schneit.... Egal, ich startete sehr langsam, da ich nicht wirklich aufwärmen wollte bei dem Sauwetter. Erst nach einigen Kilometern war ich ganz vorne zufinden und lief mit Robert Stark ein schnelles Tempo in Richtung Ziel. Erst einen Kilometer vor dem Ende konnte ich mich absetzen und einen relativ sicheren Sieg nach Hause laufen...
17. Mai Wasserlauf in Villach: diesmal waren es 13 Kilometer, die auf Asphalt, Wald- und Wiesenwegen zu bewältigen waren. Keine ganz leichte Strecke, aber kurzweilig zu laufen. Die ersten Kilometer gab Christian Robin, oftmals mein Trainingspartner, das Tempo vor. Doch da er sich diesmal für die kurze Strecke (6 Kilometer) entschieden hatte, lief ich bald wieder alleine. Doch mit Robert Stark, der heuer in besonders guter Form ist, durfte ich auch nicht wirklich nachlassen. Nach knapp über 43 Minuten lief ich als Sieger ins Ziel und durfte mich über die gewonnene Ballonfahrt freuen….
Nächstes Wochenende folgen mit dem Zammelsberglauf und dem Römerlauf in Dellach/ Gail zwei weitere Rennen, wobei ich hoffe, dann schon wieder einen Schritt weiter zu sein. Vergleicht man meine Form mit einem Auto mit sechs Gängen, kann ich den höchsten Gang noch nicht einlegen. Aber ich arbeite daran ;-)
Am Tag der Arbeit war es mal wieder Zeit, einen Laufausflug ins schöne Städtchen Oderzo in Italien zu machen. Nachdem wir ( Roman, Sylvie, Hans und i ) uns bei einem inoffiziellen Kugelstoßbewerb aufwärmten traten wir die 2 stündige Reise an. Doch ich hatte noch ein wenig Hunger und vernichtete noch kurzer Hand ein Tiroler Gröstl - lecker wars.
Der Start dieses Elitelaufes war um 18.15 angesetzt, wo es noch immer sommerliche 23 Grad hatte. Die Gesamtlänge von 9,85 Kilomern war auf neun Runden im Zentrum diese kleinen Stadt zu absolvieren. Doch was mir eher Sorgen machte, war meine momentane Laufform. Nach 7 Wochen Pause, hatte ich erst 3 Wochen Training in den Beinen und erst 3 schnellere Trainings absolviert. Dieses Rennen sah ich daher eher als Training. Die erste Runde ging noch relativ gut, obwohl das Tempo schon ganz ordentlich war. Das fehlende Training machte sich aber bald bemerkbar und meine Beine wurden schwerer als mir lieb war. Gemeinsam mit Roman bestritt ich dann noch den Rest des Rennens, wobei sich Roman ja auch erst 2 Wochen nach seinem Marathon in Wien alles andere als gut fühlte. Nach 30:30 min erreichten wir gemeinsam das Ziel auf den Rängen 11 und 12. Für das wenige Training, das ich bis dato gemacht habe, eigentlich eine super Leistung.
Fazit von der Gschicht: 2 Wochen nach dem Marathon, fühlen sich gleich an wie wenn man erst 3 Wochen trainiert. Für die nächsten Jahre werden wir uns dieses Rennen auf jeden Fall vormerken und auch sicher den einen oderr anderen Läufer mehr hinter uns lassen.
von: Markus
Entscheidung ist gefallen
20.03.11 - 20:50 Uhr
Meine Entscheidung ist gefallen. Oder besser gesagt, meine Entscheidung wurde mir leicht gemacht. Auch dieses Jahr wird der Wien Marathon ohne mich über die Bühne gehen, da meine linke Achillessehne gewaltig schmerzt. Dabei fühlte ich mich Ende Feber so gut in Form wie noch nie.....
Ich dachte ich könnte heuer alles schaffen, ich war motiviert und locker zugleich, ich war in einer sehr guten Form und das wichtigste - ich hatte echten Spass am Laufen!! Dreieinhalb Monate hab ich für mein Ziel gearbeitet, jeden Tag viel Zeit und Energie in meinen Sport gesteckt. Und nun hab ich nichts. Außer meinen Schmerz ganz links unten.
Aber es ist nicht alles nur negativ. Jetzt weiß ich noch mehr was mich läuferisch weiterbringt, was mir gut tut. Nur kann ich momentan nicht sagen, ob ich das noch einmal brauchen werde. Schon im Vorjahr hab ich mich zurückgekämpft - zum xten Mal. In den nächsten Wochen werde ich mir ganz genau überlegen, ob ich mit dem Leistungssport weitermache, oder meine Zeit anderwertig nutzen werde. Hier halte ich euch auf jeden Fall auf dem Laufenden!!!
von: Markus
Platz 3 in Vittorio Veneto
13.02.11 - 22:33 Uhr
Heute stand mein erster Halbmarathon in dieser noch jungen Saison am Programm. Schon im Vorfeld war ich sehr gespannt darauf, da in den letzten Wochen trainingsmäßig viel weitergegangen ist.
Als Austragungsort war wieder Vittorio Veneto unser Zielort, wo wir diesmal schon am Tag zuvor angereist waren. Nach einem ausgiebigem Abendessen legten wir ( mein Trainer Hans, mein Bruder Christian und ich) uns mit unseren voll gefüllten Bäuchen ins Bett. Ein ausreichendes Abendessen gehört in Italien einfach dazu ;-)
Umso bescheidener fiel dann leider das Frühstück aus, den das Rennen startete bereits um halb zehn. Und schon von Beginn an gings zur Sache. Nach 5 Kilometern in 14:57 war ich bereits 200 Meter hinter der Spitzengruppe. Aber wie schnell soll ich bitte anlaufen? Außerdem hatte die Strecke noch einige Tücken im Köcher, und so behielt ich mir vor, mein eigenes Tempo zu laufen. Der Kurs fiel auf den ersten acht Kilometern leicht ab, bevor es von Kilometer 8 bis 13 sehr hügelig wurde und zum Schluss gings dann wieder den gleichen Weg retour, von dem wir gekommen waren, also leicht bergauf. Ich versuchte das Rennen stetig auf Druck zu laufen, obwohl ich allein auf weiter Flur unterwegs war. Die Dreiergruppe vor mir konnte ich nur sehen, wenn es länger gerade aus ging. Bei Kilometer 15 hatte ich bereits ein wenig Zeit auf den Said Boudallia, den Drittplatzierten aufgeholt, aber es waren bestimmt noch 60 Sekunden. Ich wusste, ich könnte es schaffen. Nach 19 Kilometern waren es nur mehr 30 Sekunden, also noch recht viel für die letzten 2 Kilometer. Meter für Meter arbeitete ich mich heran, während sich Said ständig umdrehte um zu schauen, wo ich denn schon bin. Er sah mich immer deutlicher je näher wir dem Ziel kamen und etwa 50 Meter vor dem Ziel, sah er mich dann von hinten. Ich war nicht besser, aber ich habe mir das Rennen besser eingeteilt!!
Meine Endzeit dieses ersten Formtests war dann mit 1.06:26 sehr zufriedenstellend für mich ausgefallen, zumal der Mittelteil der Strecke recht schwierig war und ein Gesamthöhenunterschied von 160 Metern zu bewältigen waren.
von: Markus
Start echt hart...
09.01.11 - 18:34 Uhr
Das erste Rennen im neuen Jahr hab ich heute in der Nähe von Vittorio Veneto /ITA hinter mich gebracht. Und es war härter als erwartet...
Nachdem der Wecker bereits um fünf Uhr morgens laute Töne von sich gab, bin ich mit meinem Trainer Hans in Richtung Süden aufgebrochen. Um diese Zeit aufzustehen, ist für einen Sonntag zwar fast unmenschlich, aber ich war schon in der Früh hellwach. Nach 2,5 Stunden Autofahrt mit meinem Renault Megane kamen wir sicher am Zielort an. Fast schon traditionell genehmigten wir uns vor dem Start ( ca. 45 davor) einen echten italienischen Cafe und einen dick gefüllten Croissant ;-)
Dann gings los. Ich wusste nur von 20 Kilometern, die nicht ganz leicht sein sollten. Und es war viel schlimmer als erwartet. Zusammen mit einem jungen italienischen Läufer führte ich zu Beginn des Rennens das 400 !! Läufer große Feld an. Nach etwa 6 Kilometern ging es in die erste gröbere Steigung. Bergauf war ich leicht stärker als mein italienischer Kollege, und konnte mich auf der etwa 18% steilen Rampe leicht absetzen. Doch ich wusste, dass es wieder bergab gehen musste. Und da erwies sich mein Konkurrent als wahrer Meister dieser Disziplin und ließ mich ordentlich stehen. Meine Beine waren nach den sehr steilen und rutschigen Bergabpassagen ziemlich paniert und so musste ich mich mit Rang 2 im heutigen Rennen begnügen.
Mit 1.10;47 lag meine Zeit für die 20 Kilometer zwar hinter meinen Vorstellungen, aber 493 Höhenmeter bergauf und 500 Höhenmeter bergab erklären diese Tatsache. Meine Beine werden diese Woche noch länger als erwartet dieses harte aber geniale Rennen spüren ;-)
von: Markus
In Vorbereitung...
06.01.11 - 10:04 Uhr
Das Jahr 2011 hat vor wenigen Tagen die ersten Atemzüge gemacht. Bereits lange vorher hat mein Training für eine erfolgreiche Saison begonnen.
Seit etwa Mitte November absolviere ich wieder ein regelmäßiges Training. Nach einer Pause von etwa einem Monat ist der Beginn zwar beschwerlich, aber die Motivation und die Energie für das tägliche Training sind wieder da. Somit geht es mit jeder Trainingswoche besser und besser. Das Grundlagentraining, das das Fundament einer Saison bildet, habe ich zum Teil auf meinen Tourenskiern absolviert. Das schont nicht nur den Bewegungsapparat, sondern da ist auch immer fürs Auge was dabei. Weit weg vom Alltag, mitten in der Natur, mit Blick auf die verschneiten Berggipfel und am Ende dann der Blick von ganz oben hinunter in den Talboden - das ist wirklich was besonderes....
Momentan laufe ich zum Teil schon wieder schnellere Trainingseinheiten, da wir zwar sehr erfrischende Temperaturen aber trotzdem gute Laufbedingungen vorfinden. Mein Ziel wird es sein, im Frühjahr einen schnellen Marathon zu laufen, auf den ich mich mit einigen Vorbereitungsrennen in Schwung bringen werde. Ich wünsche euch allen ein möglichst erfolgreiches und sportliches Jahr!!!
von: Markus
Vize-Staatsmeister im 10 km Straßenlauf
03.10.10 - 12:30 Uhr
Die Prater Hauptallee in Wien war heute der Schauplatz der 10 Kilometer Straßenlauf Meisterschaften. Diese Meisterschaften gibt es bereits einige Jahre, wobei ich es heuer zum ersten Mal geschafft habe, dabei zu sein.
Nach einer harten Trainingswoche, wo mir das Laktat des öfteren fast zuviel wurde, stand ich heute topfit an der Startlinie. Rund um mich auch viele namhafte Athleten, die es kaum erwarten konnten, dass es endlich losgeht. Gleich von Beginn an lief ich ein offensives Rennen, ging das Tempo, welches Michi Schmid und Günther Weidlinger vorlegten, mit. Nach etwas mehr als einem Kilometer verlief sich Michi Schmid und verlor so den Anschluss an Günther Weidlinger, der bald darauf schon einen Respektabstand auf den Rest des Feldes herauslaufen konnte. Michi Schmid schloss wieder zu mir auf, wobei wir einen Kilometerschnitt um die 3 min/km liefen und so die fünf Kilometer Marke in 15.02 min passierten. Der leichte Gegenwind und die 6 mal zu durchlaufenden 180° Wenden machten es nicht leichter das Tempo hoch zu halten - ich versuchte aber alles Mögliche, um unter der 30 Minuten Marke zu bleiben. Als ich bei Kilometer 9 leider feststellen musste, dass das mit unter 30 Minuten recht knapp nicht reichen wird, hatte ich ein neues Ziel ins Auge gefasst. Vor zwei Wochen beim Wachau Halbmarathon hab ich zum Schluss sehr früh aufgesteckt, als es um die Plätze ging. Das war ein Fehler und ich mache Fehler ungern öfters. Also war Platz 2 mein neues Ziel. Günther Weidlinger war ja nach einem starkem, einsamen Rennen der Sieg nicht mehr zu nehmen. Das Tempo wurde immer schneller. Michi lief bis kurz vor dem Ziel vor mir, als ich meine Höchstgeschwindigkeit auspacken musste um ihn zu überholen. Und es ist gelungen. Dieser Sprint war eine gute Entschädigung, dass es mit 30.06 min knapp nicht für unter 30 min gerecht hat.
Niemand außer mir hätte auf so einen Ausgang gesetzt. Ich hab an mich geglaubt, meine Stärken gebündelt und mir ein spannendes Rennen beschert. Ab spätestens heute weiß ich, dass ich auch am Schluss sehr schnell sein kann.....
Die heutigen Halbmarathon Meisterschaften in der Wachau waren heute für mich wieder Grund genug, wieder einen schnellen Halbmarathon zu laufen. Vor allem im Tempobereich konnte ich in der vergangenen Wochen ordentlich zulegen und startete mit einem guten Gefühl in Spitz an der Donau in Richtung Krems.
Nach dem Start musste ich mich bald entscheiden, ob ich mit Günther Weidlinger und Michael Schmid mitlaufen wollte, oder mein Rennen eher konservativ anlaufen sollte. Meine Entscheidung fiel zu Gunsten der Risikovariante aus und ich lief nach einem Kilometer zu der Spitzengruppe der Österreicher auf. Das Tempo war konstant hoch und ich wollte dieses so lange als möglich halten und in dieser Gruppe mitlaufen. Nach etwa 9 Kilometern wurde es zum ersten mal langsamer wobei ich nicht zögerte selbst die Initiative zu ergreifen. Günther verschärfte ab und zu das Tempo, ich konnte aber immer den Anschluss halten. Ab Kilometer 16 lief ich dann fast immer an der Spitze, da meine beiden Mitläufer nicht viele Anstalten machten, das Tempo ab nun hochzuhalten. Dass es die beiden auf einen schnellen, letzten Kilometer anlegen wollten war mir klar - wobei mir auch klar war, dass ich da die schlechtesten Karten haben sollte. Trotzdem wollte ich noch eine ansprechende Endzeit ins Ziel bringen, deshalb mein Einsatz an der Spitze. Und so war es dann auch. Günther wurde mit 1.04:59 zum ersten Mal Staatsmeister im Halbmarathon, zwei Sekunden vor Michael Schmid, der die letzten Meter gut mithalten konnte. Ich finishte dann in 1.05:15. Insgesamt gesehen war es ein sehr gutes Rennen von mir, wobei es mir sehr viel Spass gemacht hat mit dem besten Läufer, den Österreich je hatte mitzulaufen. Das gibt dann natürlich Zusatzmotivation, die man gerne nimmt!!
Als Draufgabe haben wir dann mit dem LC- Villach noch die Mannschaftswertung mit Roman Weger ( 1.06:15) und Christian Robin ( 1.15:06) gewonnen. Ein Wochenende auf das es sich auf jeden Fall aufbauen lässt...
Sprint Triathlon am Sulmsee - Sprint auch für mich
11.09.10 - 22:49 Uhr
Den Sulmsee bei Leibnitz in der Steiermark kannte ich bis dato noch nicht. Ich startete dort in einer Staffel mit Christian Scherübl (750 m schwimmen) und Bernhard Prangl (20 km radfahren), wobei ich abschließend noch 5 Kilometer zu laufen hatte. Eingeladen wurde ich von meinem Sponser in Sachen Nahrungsergänzung Pure encapsulations, dem ich für die tollen Produkte und das Sponsoring hiermit ein bissl was zurück geben konnte! Danke hiermit für die super Unterstützung!!!
Christian pflügte sich im Wasser ordentlich durchs Feld, wurden ja die Staffeln mit einem Zeitrückstand von fünf Minuten ins Rennen geschickt. Doch man sah den Klasseunterschied zu den Triathleten mit freiem Auge. Bernhard (er sagt er sei schon in Radpension ;-) ) hatte auf der Radstrecke viele Plätze und Zeit gutgemacht bevor ich ihm den Chip vom Bein abmontierte um mich zweimal der Seerunde zu widmen. Für mich war es ein schönes Rennen, da ich immer Läufer vor mir hatte, war dieser fünf Kilometer Lauf ein sehr kurzweiliger. Nach 15:02 hatte ich meinen Part hinter mir - wir haben den Staffelbewerb gewonnen! So früh im Ziel zu sein, bin ich momentan nicht gewohnt, ist nach einer anstrengenden Trainingswoche aber durchaus willkommen.
Die Berglauf Weltmeisterschaft im benachbarten Slowenien (Kamnik) war heute für mich Anlass, mich wieder einmal den Berg hinauf zu schinden. Und ich hab mich gut geschunden bzw. geschlagen.
Mit Rang 33 fand ich mich auf der ersten von vier Seiten der Ergebnissliste von 149 Finishern wieder. Am Start dachte ich, ich wäre bei einem 5000 Meter Rennen - so wie alle weggelaufen sind. Ich lief aber einen Berglauf und dadurch nicht langsam aber normal an. Dann hab ich mich entschieden doch ein bisschen weiter nach vorne zu laufen. Als ich das weiße Stirnband von Marco di Gasperi entdeckte ordnete ich mich in diese Gruppe ein und konnte lange mit ihm mitlaufen. Ich liebe solche Rennen wo es vor mir und hinter mir von Konkurrenten wimmelt - da kann ich mich am besten reinhängen. Ich wollte so laufen, dass ich im letzten Teil der Strecke die relativ flach war und mir liegen müsste, noch Plätze gut machen könnte. Doch ich wusste nicht genau wie weit das Ziel noch entfernt war. Der Nebel nahm mir die Sicht dorthin. Ich attackierte etwas zu früh und musste die zwei Kollegen die ich gerade überholt hatte wieder vorbei lassen. Die Kraft war am Ende - das Ziel war da ;-)
Mit der Leistung bin ich super zufrieden. Ich habe einige gute Bergläufer hinter mir gelassen und als 17 Europäer das Ziel erreicht. Ich freu mich jetzt schon auf den nächsten internationalen Berglauf - wenn es wieder so wimmelt rund um mich!!!
Ein schönes, spannendes aber auch anstrengendes Wochenende ist leider schon wieder vorbei. Kärnten läuft ist nach neun erfolgreichen Jahren ein echtes Highlight in der österreichischen aber auch internationalen Laufszene geworden. Noch dazu behaupte ich, ist es das bestorganisierte Rennen in Österreich, wo sich alle wohlfühlen und gerne wieder kommen werden.
Mein Rennen beschränkte sich diesmal ausschließlich auf den Halbmarathon am Sonntag. Mit der sommerlichen Hitze wurden alle bereits am Vortag konfrontiert, deshalb konnte man sich auf das Kommende schon einstellen, aber trotzdem herrschte Unsicherheit unter den Startern. Für mich stand von vorn herein fest, dass ich mein Tempo so wählen werde, dass ich gut im Ziel ankomme.
Und so ging es dann in Velden um 9:30 los. Vorne weg eine ganze Horde Afrikaner, dahinter der Rest des Riesenfeldes. Ich lief in einer zuerst größeren Gruppe in der ich in der Anfangsphase mitunter für das Tempo sorgte. Mit Fortdauer des Rennens wurde die Gruppe aber immer kleiner. Schlussendlich kämpften wir zu viert um die Plätze, welche uns die Afrikaner übrig ließen. Michael Schmid, Roman Weger, Friedrich Richard und ich liefen also um den besten "weißen" Platz in diesem Feld. Ab Kilometer 11 übernahm Roman den Großteil der Tempoarbeit, unterstützt von Friedrich Richard aus Deutschland. Bis Kilometer 20 liefen wir in dieser Konstelation weiter, als erstmals Michael Schmid das Tempo übernahm und ordentlich anzog. Ich konnte ihm gut folgen, Roman und unser Mitstreiter aus Deutschland fielen leicht ab. Das Tempo wurde immer schneller, je näher es dem Ziel ging - und es war für mich verdammt schnell. Angepeitscht von vielen Zuschauern biss ich die Zähne zusammen und versuchte das Tempo zu halten. Michael Schmid war an diesem Tag aber um den Tick besser und überquerte als bester Österreicher eine Sekunde vor mir die Ziellinie. Er wurde siebenter und ich neunter. Salil Stanley-Kipkosgei, der zwischen uns gewertet wurde, war nicht zwischen uns!?? Aber das ist egal. Der letzte Kilometer, den ich laut meiner Stoppung in ca. 2.42 gelaufen bin, war voll genial, wie das ganze Wochenende am Wörthersee!!
Nun hoffe ich, dass die MRT Untersuchung am Dienstag Aufschluss über die "Langsamlaufschmerzen" gibt und ich endlich wieder gscheit trainieren kann.
Eine sportlich sehr gemütliche Woche ist zu heute mit dem Presseggerseelauf zu Ende gegangen. Leider konnte ich in der vergangenen Woche nur drei mal trainieren, da mein rechter Unterschenkel zum Teil sehr intensiv schmerzt. Nächste Woche will ich aber mittels MRT - Untersuchung für Aufklärung sorgen.
Beim legendären Presseggerseelauf hab ich mich diesmal für die lange Variante, die 12, 5 Kilometer entschieden. Nach dem nächtlichen, starken Regen war die Strecke natürlich blitze blanke sauber. Schon am Start schaute die Sonne ein wenig hinter den Wolken hervor und es wurde sofort heiß und drückend schwül. Mein Rennen war heute ein wirklicher Trainingslauf. Von Beginn weg habe ich keine Konkurrenten gesehen und bin ein sehr einsames Rennen gelaufen. Das mag ich sonst nicht so, denn ich hab gerne ein paar Läufer um mich herum. Ganz alleine läuft man automatisch ein bischen langsamer. Trotzdem konnte ich auf dem selektiven Rundkurs in die Nähe meines Streckenrekordes laufen und fühlte mich bei höherem Tempo ganz wohl.
Ich hoffe nun, dass mein Unterschenkel wieder gemeinsame Sache mit mir macht, und dass wir dann gemeinsam und ohne Schmerzen das "Kärnten läuft" Wochenende erfolgreich bestreiten können.
Der Holzstrassenlauf ist mittlerweile ein Fixtermin auf meinem Laufkalender geworden. Ich freue mich jedes Jahr wieder dort zu laufen und viele nette Leute zu treffen. Es ist ein Rennen bei dem man sich wohl fühlt. In diesem Jahr waren sogar mehr als 1000 Teilnehmer am Start - das sagt eigentlich schon alles!!
Läuferisch wollte ich diesmal wieder ein wenig an meiner Geschwindigkeit arbeiten, deshalb hab ich mich für den Lauf über die 11,2 Kilometer entschieden. Mein Ziel war es, diese Strecke unter einen 3.10er Schnitt pro Kilometer zu bewältigen. Das ist bei gesamt 100 Höhenmetern jeweils bergauf und bergab schon eine gute Vorgabe. Beim Aufwärmen habe ich momentan leider immer Probleme mit meiner rechten Wade, die bis sie auf Renntemperatur ist, ziemlich schmerzt. Doch von Kilometer zu Kilometer wirds immer besser und beim Rennen spür ich dann sowieso nichts mehr. Die erste Runde wollte ich gemeinsam mit Thomas Rossmann, dritter der heurigen Staatsmeisterschaften über die 5000 Meter, laufen. Doch ich merkte schon in der ersten Steigung, dass mir niemand folgen konnte, wobei ich mein Tempo etwas zurück nahm. Ich wollte zumindest einige Kilometer Gesellschaft haben, aber meine Beine waren heute so leicht und flink, dass ich bald alleine war. Motiviert durch die Anfeuerungen von Günther Weidlinger, der hier zufällig auf Urlaub war, zog ich mein Tempo bis zum Schluss durch und markierte bei der neunten Auflage dieses Rennens mit 34:19 neuen Streckenrekord. Immerhin mit einem Kilometerschnitt von 3:05 - was mich für die nächsten Rennen sehr positiv stimmt.
Der Lohn für diese Leistung waren unter anderem 12 Kisten Murauer Bier, die für mich zumindest bis Ende dieses Jahres reichen sollten. Alle sagen mir ja immer, dass ich mehr trinken soll..... . >>Ergebnisse St. Peter am Kammersberg-Holzstraßenlauf 2010
von: Markus
Platz zwei in Villach
30.07.10 - 23:42 Uhr
Nach meinem letzten Rennen in den Bergen, war es nun mal wieder an der Zeit, die Geschwindigkeit auf dem Asphalt zu verbessern. Dazu eignete sich der Villacher Stadtlauf mit einer Länge von 5,8 Kilometern fast ideal.Die Strecke führt gute drei Runden durch die Villacher Innenstadt, wobei pro Runde nicht mehr als 300 Meter wirklich flach sind. Der restliche Teil geht entweder leicht bergauf oder bergab. Diese kurzweilige Strecke mag ich sehr gerne - besonders die Bergaufstücke.
Nach dem Start setzte sich der kenianische Streckenrekordhalter Kiplagat-Samoei Micah gleich vom großen Teilnehmerfeld ab. Meinerseits versuchte ich den Abstand möglichst gering zu halten und ein gleichmäßiges Tempo durchzulaufen. Dadurch hab ich zwar vor mir den Afrikaner gesehen, aber vom restlichen Rennen nichts mitbekommen. Nach 17:40 beendete ich dieses Rennen erwartungsgemäß auf Rang zwei, womit ich momentan schon sehr zufrieden bin.
Dieses Rennen war ich nach meiner Reißkofelüberquerung am Tag zuvor mit ziemlichen "Spatzen" (Muskelkater) gelaufen. Vielleicht werde ich die Bergtouren bei den nächsten Wettkämfen eher hinten anstellen ;-) Das nächste mal am Start werde ich beim Holzstraßenlauf in St. Peter am Kammersberg über 11 Kilometer sein.
Die Kärntner Berglaufmeisterschaften vom OEAV Zentrum in Mauthen auf die Mauthner Alm brachten für mich den von allen erwarteten Pflichtsieg. Im Ziel nicht als erster anzukommen könnte ich mir hier nicht wirklich leisten.
Nach dem Start beschloss ich einmal auf Abwarten zu laufen und passierte meine erste Zwischenzeitmessung bei der Maria Schnee Kirche etwa 25 Sekunden langsamer als in den Vorjahren. Doch von nun an stimmte das Tempo. Mit Robert Stark im Nacken lief ich die Steigungen und auch die kurzen Flachstücke mit Druck und konnte mich langsam aber kontinuierlich von ihm absetzen. Die Beine fühlten sich heute trotzdem nicht gut an. Die letzte Power fehlt noch immer, aber am Berg wirkt sich das weniger aus, als im flachen Gelände. So konnte ich dann nach 38Minuten und 50 Sekunden, die 8 Kilometer lange Strecke mit 800 Höhenmetern als erster und Kärnter Meister beenden.
Schon wieder ist es mir besser gegangen als von den Trainings her angenommen. Mit dem Sieg hab ich natürlich gerechnet, aber diese gute Zeit konnte ich nicht erwarten. Nun hoffe ich auch wieder im Flachen an alte Zeiten anschließem zu können und werde meine nächsten Rennen auf die Straße verlegen.
Mit Platz 10 in der Gesmtwertung und einer Zeit von 1.16:23 erreichte ich auch heuer wieder als bester Österreicher das Ziel auf der Franz - Josef - Höhe.
Den heutigen Tag bin ich ganz locker angegangen und hab auch mehr gefrühstückt als sonst bei einem Rennen. Es war keine Anspannung da. Durch die letzten Trainings und etwas fehlende Motivation habe ich mir nicht wirklich viel erwartet. Und diese Rennen laufe ich meistens sehr gut.
Nach dem Start lief ich mit der zweiten Gruppe mit, habe den kenianischen Express mit Weltmeister Jonathan Wyatt und dem Schweizer David Schneider bald aus den Augen verloren. Die erste harte Steigung zur Briccius Kapelle fühlte ich mich gut, lief nicht am letzten Drücker und war froh, als es wieder in eine kurze flachen Passage ging, wo ich mich kurz erholen konnte. Ab dort lief ich Robert Krupicka dicht auf die Fersen. Knapp hinter mir lieferten sich Jürgen Mock und Robert Stark ein weiteres Duell. Die Strecke war heute wirklich gut zu laufen und die Temperaturen läuferfreundlich. Weiter oben hab ich dann meinen "Vorläufer" verloren und war im letzten Stück der Strecke alleine unterwegs. Teilweise war es schwierig die schnellste Strecke zu finden, obwohl die Markierung heuer wirklich perfekt war. Den Schlussanstieg musste ich heute zum Großteil gehen, habe aber dabei keine Zeit eingebüßt und dann den Zieleinlauf ordentlich genossen.
Im Nachhinein gesehen ein gutes Wochenende, wobei ich meine Erwartungen leicht übertroffen und mir wieder Motivation geholt habe.
Der Hochpustertalrun ging gestern von Innichen nach Sillian über die Bühne. Dort wollte ich den Halbmarathon unter 1.07 laufen um meine Form nach der langen Verletzungspause zu bestätigen.
Doch es kam wie alles in diesem Jahr anders als erwartet. Nach dem Startschuss um 18:30 in Innichen blies uns gleich starker Gegenwind um die Ohren. Uns bedeutet Edi Lahner, Hannes Rungger und mir. Doch so lange das Tempo um die geplanten 3.10 lag, war ich guter Dinge, eine anständige Zeit nach Hause zu bringen. Nach etwa 12 Kilometer legte sich der Wind, bevor er nach 15,5 Kilometern wieder von vorne kam. Das kann ja wohl nicht sein. Anstelle nun mit Unterstützung des Himmels angetrieben zu werden, liefen wir wieder gegen eine Wand aus Luft, wobei meine Kilometerzeiten um 10 sec langsamer wurden. Natürlich fehlte zum Schluss auch noch die Kraft, und die Motivation wurde mit Fortdauer des Rennens leider weniger. Aber nur dem Wind die Schuld zu geben wäre eine Ausrede. Mit guter Form wäre es zu schaffen gewesen unter den geforderten 1.07 zu bleiben. Meine Endzeit von 1.08:14 ist sicher ein wenig enttäuschend, wobei es in Anbetracht der Umstände nicht schlecht gewesen ist - immerhin 13 Sekunden schneller als vor einer Woche im Training :-)
Somit sind die Europameisterschaften in Barcelona für mich erledigt. Mein Rücken wird es mir danken, wobei ich das Ganze mit einem lachenden und einem weinenden Auge sehe!!!
Nun bin ich wieder auf den harten, glatten Asphalt zurückgekehrt. Bis 11. Juli soll ich ja meine Leistungsfähigkeit mit einer Zeit von unter 1.07 am Halbmarathon unter Beweis stellen, um beim Europameisterschaftsmarathon in Barcelona dabei sein zu dürfen. Dieses Limit hat mir der ÖLV (österreichische Leichtathletik Verband) nach meinem wettkampffreien Frühjahr gesetzt.
Dieses Vorhaben werde ich nun am 3. Juli beim Hochpustertalrun vom italienischen Innichen bis ins osttirolerische Sillian in Angriff nehmen. Natürlich sind diese 1.07 (3.10/ Kilometer) bei guter Form kein großes Problem, in der derzeitigen Situation schon eher. Die Formkurve steigt zwar konstant, doch darf ich auf Grund meiner Verletzung im Frühjahr nicht übertreiben. Die Kunst liegt also darin, Trainings in Richtung Marathon einzubauen, dabei aber nicht zuviel zu trainieren. Doch meinem Trainer Hans gelingt das ganz gut und er ist auch mit dem momentanen Leistungszustand sehr zufrieden. Ich sehe das ganze auch locker. Wenn ich eine gute Form bis zum 1. August ( EM Marathon) aufbauen kann, werde ich starten, ansonsten verlege ich meinen Wettkampfschwerpunkt in den Herbst.
Das nächste Rennen ist also der Hochpustertalrun am 3. Juli, wobei ich mir diese Woche noch die Strecke im Schnelldurchlauf ansehen werde. Geplant ist es, die Strecke in 1.08:30 läuferisch zurückzulegen, was mir hoffentlich gelingt.
Schau ma mol, donn seg ma eh ;-)
von: Markus
Bergwanderung in Leogang
06.06.10 - 15:27 Uhr
Die österreichischen Berglaufmeisterschaft in Leogang war an diesem Wochenende meine erste wirkliche Standortbestimmung seit langem. Mit meiner Form muss ich mit nur fünf Trainingswochen zufrieden sein.
Diesmal wusste ich nicht wirklich wie es mir gehen würde. Das Training geht zwar von Woche zu Woche besser, aber ganz der Alte bin ich eben noch nicht. Auf der Strasse hab ich den Vergleich mit Pulswerten, Laktatwerten und den Kilometerzeiten - am Berg ist ein Einschätzung immer schwierig.
Die Strecke mit einer Länge von 8 Kilometern und 1126 Höhenmetern war nicht wirklich nach meinem Geschmack. Die Strecke führte vom Ortszentrum ausgehend etwa 200 Meter auf der Ebene entlang, bevor es eine angenehme Steigung mit steileren und flacheren Passagen zu bewältigen galt. Aber dann kam das Kriterium. Der extrem steile Mittelteil musste von den meisten Läufern (Gehern) irgendwie bezwungen werden. Mit Laufen hatte das ganze leider wenig zu tun. Ich befand mich dort an dritter Stelle hinter den beiden Tirolern Alexander Rieder und Markus Kröll, aber dicht gefolgt von einer ganzen Horde Wanderer, die durch ihre Vorlage fast mit der Nase den Boden streiften. Und dieser Weg wollte und wollte nicht aufhören. Meine Motivation und meine Kraft schwanden mit jedem weiteren Meter. Endlich wieder am Schotterweg angekommen stellte sich auch der wie eine Wand vor mir auf. Ich wollte zumindest oben ankommen - stehen bleiben wäre schön gewesen, aber das konnte ich ja dann ganz oben. Froh war ich dann, als diese Wanderung zu Ende war und ich das herrliche Panorama dort oben genießen konnte. Ach ja - als Fünfter bin ich dort oben angekommen, aber das war mir zu diesem Zeitpunkt völlig egal.
Hätte ich vorher gewusst, wie steil es dort wirklich ist, hätte ich mir diese Reise sparen können. Und mit mir eine ganze Horde Wanderer!! Denn im Wort Berglauf steckt immer noch das Wort Lauf!!!
RÖMERLAUF beim Lauf & Walking Erlebnis in Dellach im Gailtal
30.05.10 - 21:50 Uhr
Das zweite Rennen an diesem Wochenende bestritt ich dann in Dellach/Gail, wo ich den Viertelmarathon über 10,55 Kilometer in Angriff nahm. Die Strecke führte mitten durch mein Trainingsgebiet, da musste ich den Heimvorteil natürlich ausnutzen.
Zum ersten Mal habe ich in Dellach kühle Lauftemperaturen vorgefunden, da in den letzten Jahren immer schon der Sommer zu spüren war. Einem guten Rennen stand also nichts im Weg. Am ersten Kilometer lief ich noch mitten in einer großen Gruppe von etwa 6-8 Läufern. Da hab ich mir gedacht, dass das für das Training ideal wäre. Doch alles kann man nicht haben. Schluss mit Training. Rennen stand am Plan. Ab dem zweiten Kilometer hab ich dann das Tempo angezogen und absolvierte die Kilometer konstant zwischen 3.10 bis 3.15. Trotzdem war ich im Ziel (34:20) dann froh, nicht noch eine Runde, bzw. den Halbmarathon zu laufen. Doch nach den nächsten Trainingswochen werde ich mich hoffentlich wieder mit den schnelleren Kilometerzeiten angefreundet haben…
Das Lauf & Walking Erlebnis in Dellach war auch wieder heuer (wie eigentlich jedes Jahr) eine gut organisierte und damit gelungene Veranstaltung!!!
Das erste der beiden Rennen an diesem Wochenende fand in Zammelsberg statt. Diese Ortschaft kannte ich bis dato auch nicht, aber das Rennen, die Leute und die Organisation haben mich positiv überrascht und mir gezeigt, dass dieser Ort nun einen Stern auf meiner Landkarte erhält.
Nachdem ich mit Ylvie, der Tochter meines Freundes und Betreuers Arno, den Bambinilauf bestritten hatte (sie hat natürlich gewonnen!), stand das Rennen über eine Distanz von 7,2 Kilometern und etwa 200 Höhenmeter am Programm. Nach einer anstrengenden Woche auf der Seiseralm in Südtirol, war ich zwar etwas müde, aber nicht zu müde für dieses Rennen. Nach ersten, eher flachen Asphaltkilometern führte die Strecke teils auf Schotter- und teils auf Waldwegen auf und ab. Ich wollte doch gleich einmal testen was denn momentan so geht und setzte mich bald von den restlichen Läufern ab. Die kurzen aber forschen Steigungen konnten mich nicht wirklich bremsen und so kam ich nach 23:52 min wieder in der kleinen Ortschaft an. Das Rennen wurde zum Teil live auf Flachbildfernsehern im Zielbereich übertragen, was die Zuschauer natürlich sehr begeisterte, da sie auch den Rennverlauf perfekt mitverfolgen konnten. Einfach genial!!!
Zum Abschluss des großen Lauffestes gab es nach dem Hauptrennen noch einen Staffellauf über 400 Meter in Dreierteams. Es war lustig zu sehen wie sich Kinder und Jugendliche gegen etwas „schwerere“ Erwachsene, am schwierigen Rundkurs duellierten. Natürlich lief ich auch in einer Staffel mit und kam mit meinen Laufpartnern auf den guten 4ten Platz. Der Spass kam auf jeden Fall nicht zu kurz und ich freue mich auf eine Fortsetzung.
In der letzten Zeit hat sich so einiges getan. Hier gibts die Details dazu.
Mit meinem Trainingsstart Ende April hab ich versucht jeden Tag etwas sportliches zu machen. Nach so langer Pause (9 Wochen) tut das richtig gut, obwohls am Anfang nicht gerade leicht fällt. Die Kraft ist weniger, die Luft geht schnell aus und nach einer halben Stunde bist du platt. Dafür hast du eine ganze Woche "Dauermuskelkater". Aber was sind diese Schmerzen gegen jene, die vom Kreuz her feuern - ein Klacks. Doch der Körper gewöhnt sich wieder an die Bewegung von leichten Dauerläufen, Bergtouren per pedes oder Radlausflüge. Ich hab stetig gemerkt, dass es wieder besser wird, dass all jene Faktoren, die ein Langstreckenläufer braucht schön langsam wieder zurückkommen.....
Meinen ersten Wettkampf seit meiner Verletzung hab ich dann vergangenen Sonntag in Maria Elend im Rosental bestritten. Bis um 7 Uhr morgens am Renntag habe ich noch nicht gewusst, ob ich laufen soll oder nicht, ob es gscheid ist oder nicht. Schlussendlich wollte ich wissen wo ich mich momentan trainingstechnisch bewege, da ich vom Vorjahr her einen Vergleichswert hatte. Zu diesem Rennen war die Kärntner Berglaufelite vollzählig erschienen und ich würde meine Vergleichswerte bekommen. Die ersten 3 Kilometer gingen eher abwärts und das Tempo war sehr gemächlich. Da ich ja sowieso langsam beginnen wollte eigentlich ideal. In der ersten längeren Steigung waren dann nur noch Robert Stark und ich in Front. Ich wollte eigentlich möglichst lange mit Robert mitlaufen, doch Robert hatte sicherlich nicht seinen besten Tag und musste schon vor Halbzeit des Rennens abreisen lassen. So bwewegte ich mich alleine den Berg hinauf in Richtung Ziel, dass ich nach 44 min 44 sec erreichte. Zwar 1min 36 sec langsamer als im Vorjahr, aber mit dieser Vorbereitung werte ich das schon als Erfolg.
von: Markus
Ermüdungsbruch im Kreuzbein
04.04.10 - 11:18 Uhr
Seit nun mehr sieben Wochen kann ich aufgrund eines Kreuzbeinbruchs kein Training mehr bestreiten. Die geplanten Starts in Linz (11. April) und Wien (18. April) fallen freilich ins Wasser. Umso stärker will ich aber im Sommer auf die Laufstrecke zurückkehren.
Das Unglück nahm zu Beginn des Jahres im Trainingslager in Andalusien (Spanien) seinen Lauf. Als ich am zweiten Tag in der Früh aufstehen wollte, konnte ich mich kaum bewegen. Ich hatte starke Schmerzen im Kreuzbereich, wusste aber nicht warum. Ich war dann sogar mit Krücken unterwegs, brauchte ewig für die paar Schritte ins Badezimmer. Eine MRT-Untersuchung brachte schließlich Gewissheit über die Art der Verletzung: ein Bruch des Kreuzbeines. Das Kreuzbein befindet sich in der Verlängerung der Wirbelsäule nach unten zwischen den Darmbeinschaufeln. Mittlerweile ist der Genesungsprozess aber schon weit vorangeschritten. Ich habe beim Gehen keine Schmerzen mehr, ans Laufen ist aber noch nicht zu denken. Ich möchte die Verletzung noch ordentlich auskurieren und dann wieder voll durchstarten. Im Mai wäre es schön wieder Rennen zu bestreiten. Ich mach mir aber keinen Stress dabei. Wenn es erst im Juni wieder geht, dann eben im Juni...
Großes Saisonziel bleibt freilich die Marathon-EM in Barcelona (1. August). Nächsten Sonntag, nach dem Linz Marathon bin ich sicher schon klüger ob sich das für mich ausgeht. Es wird ja von vier Läufern eine Durchschnittszeit von 2.18 am Marathon gefordert, wobei Günther Weidlinger und ich bereits zwei zählbare Resultate im Herbst erbracht haben.
von: Markus
sterreichischer Halbmarathon Staatsmeister 2009
04.10.09 - 15:00Uhr
Die letzten Staatsmeisterschaften in diesem Jahr gingen in Eisenstadt über die Bühne. Eisenstadt ist mir sehr gut bekannt, da meine Freundin hier studiert und ich daher öfters meine Trainingsrunden hier drehe. Für mich war es eine gute Entscheidung hier im zweitschönsten Bundesland zu laufen, denn ich konnte das Rennen um den Staatsmeistertitel für mich entscheiden.
Meine Gedanken reichten in diesem Laufjahr nur bis zum Berlin Marathon. Aber als ich letzten Sonntag einen spontanen Versuch startete, meine Form zu testen, war ich positiv überrascht. Kurz entschlossen entschied ich mich für einen Start in Eisenstadt. Die Strecke führte dreimal über einen 7 Kilometer Rundkurs, der einige Steigungen und somit schwierige Passagen beinhaltete. Es war also sehr wichtig, sich das Rennen optimal einzuteilen. Den Start hatte ich leider vollkommen verschlafen und ich befand mich daher gleich irgendwo im Nirgendwo (Mittelfeld). Doch die erste Steigung kam und es spülte mich sofort an die Spitzte des Feldes. Nun konnte ich das Tempo bestimmen. Mit Andreas Ringhofer und Lukas Pallitsch hatte ich noch zwei Läufer im näheren Windschatten, als ich in die zweite Runde einbog. Bald darauf war ich dann alleine unterwegs, was mir eigentlich sehr recht war. Die letzten Kilometer bis ins Ziel versuchte ich noch das Tempo einigermaßen hoch zu halten, um mit meinen Vereinskollegen Niklas Kröhn und Christian Robin die Chance auf eine Teammedaille zu wahren. Schlussendlich sind wir sehr gute Dritte geworden.
Erstaunlich viele Zuschauer empfingen mich wieder am Hauptplatz in Eisenstadt, wo ich meinen vierten Titel im Halbmarathon feiern durfte.
Der Berlin Marathon ist gelaufen. Das geplante Jahreshighlight in der deutschen Hauptstadt wurde für mich zu einem der weniger guten Rennen in diesen Jahr. Aber fangen wir einmal von vorne an…
Bei der Anreise am Freitag war ich recht zuversichtlich, dass ich es schaffen könnte mit einer Zeit von 2.15 – 2.16 das Ziel nahe dem Brandenburger Tor zu erreichen. Die Form der letzten Wochen war sehr gut und ich konnte das Marathontempo fast mühelos über einen längeren Zeitraum laufen. Puls- und Laktatwerte haben sich im Vergleich zum Frühjahr und zum Vorjahr deutlich verbessert – vielen Dank an dieser Stelle an meinen Trainer Hans Bachlechner, der mich wieder mit vollem Einsatz durch diese Marathonvorbereitung begleitet hat!!!
Den Samstag nutzten wir (meine Freundin Elisabeth, Christian Pflügl, Manfred Pröll, Heinz Rosenauer) um uns mittels Bus die Strecke durch Berlin zeigen zu lassen und um nebenbei noch an einigen Sehenswürdigkeiten vorbeizukommen. Die Strecke war wie erwartet sehr flach und schnell mit zwei, drei kurzen Steigungen, die nicht das Problem sein sollten. Dazu wurden wieder über eine Million Zuschauer entlang des Kurses erwartet und über 70 Musikbands sollten den 48 000 Startern richtig einheizen.
Sonntag, der Tag der Wahrheit: Der Start erfolgte um 9 Uhr bei noch relativ guten Lauftemperaturen. Schnell fand ich meine Gruppe, in der es wie geplant mit 3.12min/km losging. Diese Gruppe bestand aus einem Kenianer, einem Mexikaner, einem Japaner und aus uns beiden Österreichern. Die Geschwindigkeit passte optimal. Bei Kilometer 15 teilte sich diese Gruppe: der Kenianer und ich hielten das Tempo, die anderen fielen ab dort leicht zurück. Den Halbmarathon überquerten wir in 1.07:28 genau im Plan – und es ging mir auch noch sehr gut, ich hatte keine Probleme das Tempo zu halten. Die Zuschauermassen peitschten uns förmlich über den Kurs. Ein wirklich beeindruckendes Bild. Bei Kilometer 30 angekommen spürte ich erstmals, dass ich leicht müde wurde – aber das ist ja fast normal nach 30 Kilometern. Auch der Kenianer hatte zu kämpfen und wurde von Kilometer zu Kilometer immer langsamer, obwohl sein eigentlicher Plan die Flucht nach Vorne bedeuten sollte. Mittlerweile war die Temperatur unser größter Gegner im Kampf gegen die Zeit geworden. Weit war es ja nicht mehr, aber meine Beine wurden immer schwerer und ich musste ab dem 35er extrem kämpfen. Nur nicht stehen bleiben!! Ich war nicht mehr Herr über meinen Körper. Drei Europäer überholten mich auf den letzten Kilometern, während ich meinen kenianischen Laufgefährten hinter mir lassen konnte. Leider konnte dann auch ich das Tempo nicht mehr lange halten. Die Zielgerade mit über einem Kilometer Länge verlangte mir den Rest ab. Erst als ich das Brandenburger Tor durchquerte, war ich mir sicher durchzukommen. Mein 18ter Gesamtrang mit 2.18:47 ist für mich schon enttäuschend, da ich mir doch mehr erwartet hätte. Aber zumindest habe ich bis zum Schuss gekämpft und auch riskiert schnell anzulaufen, wofür ich zum Ende des Rennens dann auch die Rechnung bekam.
Alles in allem war es zwar nicht das Resultat, das ich mir erwartet hatte, aber mit der Leistung muss ich doch einigermaßen zufrieden sein. Wer wagt gewinnt und darf auch manchmal verlieren. Der nächste Marathon wird kommen und damit auch wieder die Chance meine Bestzeit zu verbessern. Ich weiß ja selbst, dass es geht. Es ist nur eine Frage der Zeit ...
Kärnten läuft 09 ist schon wieder gelaufen. Trotz des turbulenten Wetters am Samstagabend verkörperte dieses Wochenende wieder perfekte Werbung für den Laufsport und unser schönes Bundesland.
Für mich stand wieder der Halbmarathon am Sonntag am Programm. Durch das laufende Marathontraining war ich zwar bereits ein bisschen müde, aber die Form sollte stimmen, um wieder eine gute Leistung bringen zu können. Doch das Rennen lief für mich eigentlich alles andere als ideal. Bereits nach drei Kilometern war ich leider schon wieder alleine unterwegs. Vor mir bildeten sieben Afrikaner die Führungsgruppe und mit Respektabstand dahinter versuchte ich das Tempo hoch zu halten. Die Temperaturen waren an diesem Tag wieder relativ hoch und machten mir doch ein wenig zu schaffen. Die zehn Kilometer Marke passierte ich dann bei knapp über 31 Minuten, etwa 20 Sekunden über meiner Marschroute. Die Kilometerzeiten bewegten sich zwischen 3.03/km und 3.12/km und waren sehr unregelmäßig. Trotzdem ist es mir gelungen die Geschwindigkeit zu halten und einen 8. Gesamtrang in 1.06:08 ins Ziel zu bringen. Die letzten 6 Kilometer bin ich vom gesamten Feld am viertschnellsten gelaufen, was mich dann doch sehr positiv stimmte. Sprich: Fast alle anderen haben sich zum Schluss noch länger quälen müssen als ich ;-)
Ein gelungenes Läuferfest ging am 1. August über die Bühne. In St. Peter am Kammersberg fand wieder der Holzstraßenlauf statt. Mich wundert es immer wieder, wie es in einem so kleinen Dorf möglich ist, solch ein Event auf die Beine zu stellen.
Für mich war es in diesem Jahr der Halbmarathon, für den ich mich entschieden hatte. Es gibt ja auch noch eine 11,2 Kilometer Variante, die ich in den letzten beiden Jahren gelaufen bin. War es im Vorjahr noch ein heftiges Gewitter, das die zahlreichen Läufer blatschnass ins Ziel kommen lies, war es dieses Jahr die Hitze, die vielen zu schaffen machte. Ich legte aus diesem Grund mein Rennen sehr entspannt an. Die ersten Kilometer war ich noch in einer Gruppe mit Lokalhero Manfred Heit, Andreas Ringhofer und meinem Vereinskollegen Erich Kokaly. Nach der ersten von vier Runden kam ich aber schon alleine wieder auf die Zielgerade zurück, wo wie immer eine fantastische Stimmung herrschte. Bei jeder Labestation schüttete ich mir viel Wasser über, um der fast unerträglichen Hitze entgegenzuwirken. Doch nach wenigen hundert Metern war ich bereits wieder trocken und ich peilte die nächste Dusche an. Vom Tempo her konnte ich ein relativ gleichmäßiges Rennen laufen und in 1.08:59 auch einen klaren Sieg feiern.
Natürlich bin ich mit diesem Ergebnis sehr zufrieden, zumal ich in dieser Woche ja schon viele anstrengende Kilometer in den Beinen hatte. Das nächste Rennen ist dann ein kleines Heimrennen für mich wenn es wieder heißt „Kärnten läuft“!!!
Ein hartes Wochenende stand vor der Türe. Am Samstagabend lief ich den „Hochpustertalrun“ über die Halbmarathondistanz von Innichen nach Sillian, am Morgen darauf stand der Berglauf auf die Mauthner Alm am Tagesplan.
Samstag, 19 Uhr: Startschuss zum Hochpustertalrun in Innichen. Kurz zuvor hatte ich erst meinen Chip für die Zeitnehmung montiert, denn ich war diesmal mit einem anderen Rennschuh als gewohnt unterwegs. In meiner Eile hab ich dann auf den Chip völlig vergessen und mir wurde kurzfristig noch einer ausgehändigt. Das Aufwärmprogramm fiel dadurch etwas kürzer aus, aber bei mir sind die chaotischsten Rennen immer sehr gut.
Mit Said Boudalia und Hermann Achmüller setzte ich mich gleich am ersten Kilometer, trotz gemächlichem Tempo, vom Feld ab. Dann war es Said etwas zu langsam und er drückte ordentlich aufs Tempo. Ich war mir nicht sicher ob ich folgen sollte oder nicht und ließ ihn schlussendlich nach vorne fliehen. Hermann war von seinem Trainingslager noch etwas müde und hielt sich immer hinter uns auf. Ein Halbmarathon ist sowieso lang genug, daher wollte ich nicht gleich in der Anfangsphase unnötig Energie verpulfern. Obwohl ich bei 5 Kilometer mit 15.15 durchlief war ich bereits gut 100m zurück. Doch der Abstand wurde nicht größer. Auf den kurzen Bergaufpassagen konnte ich aber den Abstand schnell verringern und so bei 10 Kilometer auf Said aufschließen. Von nun an wurde abwechselnd gebummelt und dann wieder Vollgas attackiert. Doch ich ließ mich nicht abschütteln und attackierte meinerseits bei Kilometer 12 mit einer Kilometerzeit von weit unter 3 Minuten und konnte mich in kurzer Zeit deutlich absetzen. Von nun an hielt ich das Tempo einigermaßen hoch und konnte so einem ungefährdeten Sieg entgegenlaufen. Mit 1.06:10 konnte ich also den ersten, hier ausgetragenen Halbmarathon für mich und Mode Shooters gewinnen. Eigentlich wollte ich nicht wirklich so schnell laufen, aber es ist mir heute einfach gut gegangen ohne nicht wirklich voll gelaufen zu sein. Bettruhe um 01:30!!
Sonntag, 9:30: Start zum Mauthner Alm Berglauf.(8km/800HM) Die Nacht war kurz aber zumindest vorhanden. Den Berglauf legte ich diesmal ganz gemütlich an. Lange konnten meine Konkurrenten von meinen nicht vorhandenen Windschatten Gebrauch machen. Mit Fortdauer des Rennens wurde aber der Abstand nach hinten immer größer und ich konnte mein Rennen noch gemütlicher anlegen. Es ging mir diesmal nicht um den Streckenrekord, den ich in den vergangenen Jahren oftmals verbessern konnte, sondern nur um den Sieg. Den hab ich dann auch geschafft, obwohl ich etwa 2 Minuten auf meine Vorjahreszeit verloren hatte. Die abendlichen, zusätzlichen 20 Trainingskilometer, zeigten mir dann doch, dass es anstrengende 24 Stunden waren. In Blickrichtung Berlin Marathon war es ein gutes Wochenende. Es kann so weitergehen … ehhh … laufen.
Die vielen Diskussionen am Vortag des Rennens über die Strecke, die ja im oberen Drittel recht winterlich erstrahlte, ließen die eigentlichen Schwierigkeiten des Großglocknerberglaufes fast vergessen. Es wurde über eine Asphaltvariante diskutiert, über eine Kombination aus originaler Strecke und Bergstraßenvariante, bevor bei der Athletenpräsentation dann endgültig die Entscheidung für die Originalversion verkündet wurde. Ich war einer der wenigen, der nicht wirklich glücklich über diese Entscheidung war, aber ich war ja da um einen Berglauf zu laufen! Letztendlich war es die richtige Entscheidung.
Der Renntag begann diesmal eine Stunde später als sonst. Den Start hatte man um eine Stunde nach hinten verlegt, um den niedrigen Temperaturen im Zielbereich ein Schnippchen zu schlagen. So konnte ich noch ordentlich frühstücken und hatte genug Zeit um in die Gänge zu kommen. Das Wetter war an diesem Tag sehr gut, wenn man bedenkt, dass es am Vortag wie aus Eimern geschüttet hatte und ab 1800 Metern Höhe der Regen in Schnee überging.
Ich wollte diesmal ein gutes Rennen laufen. Die Leistung bei der EM in der vorigen Woche hat mir auch das nötige Selbstvertrauen gegeben um gleich nach dem Start mit der Spitzengruppe mitzulaufen. Solange es „nur“ bergauf ging und ich keine schwierigen Passagen zu bewältigen hatte, ging das auch ganz gut. Mit Marco Gaiardo, dem italienischen Europameister, konnte ich lange mithalten. Erst als es in den Streckenabschnitt ging, in dem es ziemlich rutschig und schlammig war, wollte ich nichts riskieren und verlor natürlich sofort den Anschluss. Im obersten Teil der Strecke war ich dann alleine unterwegs. Das Gelände dort oben ist einfach zu schwierig für mich, als Straßenläufer. Ich konnte nur mehr „Halbgas“ laufen, da es mich sonst aufgestellt hätte. Im Ziel war ich daher nicht wirklich müde, aber ein angenehmes Gefühl, wenn man gesund und trotzdem schnell auf der Franz-Josef-Höhe angekommen ist.
12. Platz bei den Berglauf Europameisterschaften in Telfes
12.07.09 - 20:00 Uhr
Bevor wieder das Marathontraining richtig losgeht, sollte ich noch bei den Berglaufeuropameisterschaften in Telfes die Schlick erklimmen. Das hab ich dann auch getan und dabei meine Erwartungen weit übertroffen.
Ich fühlte mich nicht besonders fit, eher müde und schlapp. Jedoch konnte ich alle Trainings, die mir mein Trainer Hans in Auftrag gab, stets zur vollsten Zufriedenheit erfüllen. Mit einem Platz unter den Top 30 hatte ich spekuliert, aber ich konnte die Situation nicht wirklich objektiv einschätzen, da ich mich ja nie dem internationalen Vergleich bei Bergläufen stelle.
Beim Start stellte ich mich im letzten Viertel des Feldes auf. Die erste Runde durch die Ortschaft war eher eng und die Bergfexen zwängten sich durch die engen Gassen. Am ersten Anstieg blickte ich mich kurz um, um mich zu vergewissern, dass da ja eh noch jemand hinter mir ist. Von nun an aber überholte ich Läufer um Läufer bevor es einen schmalen Wanderweg entlang ging und ein Vorbeikommen fast unmöglich wurde. Aber es war mir egal – die Körner sollte ich noch weiter oben benötigen. Bei Halbzeit war ich etwa an 20ster Stelle und ich hatte noch vor, weiter zu überholen. Die Kraft hatte ich noch und so konnte ich bis zum Ziel noch Plätze gut machen und schlussendlich als 12ter und bester Österreicher dieses Rennen beenden.
Natürlich bin ich mit dieser Leistung hochzufrieden, zumal meine Erwartungen nicht allzu groß waren.
Nächste Woche wartet der Großglockner Berglauf, auf den ich mich bereits heute sehr freue.
Ein langer, anstrengender Tag ist zu Ende. Um sechs Uhr Tagwache und um 23 Uhr war ich wieder im Bett. Dazwischen hab ich geschwitzt, geschuftet und dann gefeiert Und das alles beim „X-Team Decathlon“ in der Umgebung von Volkermarkt in Kärnten.
Dieser Bewerb setzt sich aus zehn verschiedenen Sportarten und Sportlern zusammen, die gemeinsam eine Mannschaft bilden. Unsere Mannschaft „ Falkensteiner Hotels & Residences“ wurde zur Hälfte aus Gailtalern Sportlern gebildet und die andere Hälfte aus Sportlern aus Kärnten oder Osttirol. Die Gailtaler können zwar radeln, laufen und skaten, aber mit Wasserbewerben wie schwimmen, rudern oder Kanu fahren sind wir genauso überfordert wie mit dem Paragleiten. Deshalb die Hilfe aus dem „Nichtgailtal“.
Meine Aufgabe war heute das Berglaufen. Start in Feistritz ob Bleiburg, das Ziel gut 1200 Höhenmeter himmelwärts auf der Petzen. Die ersten drei Kilometer flach und dann elf Kilometer am steilen Güterweg, der fast nicht enden will, zum Wechsel an den Paragleiter. Wir als Team haben unser Ziel erreicht. Wir haben gewonnen!! Es freut mich ein Teil dieser bunten Truppe gewesen zu sein. Das jüngste Mitglied jugendliche 16 Jahre, der Routinier 61 Jahre jung. Die ideale Mischung also um erfolgreich zu sein
von: Markus
sterr. Berglauf Staatsmeisterschaften 2009 in Kitzbühel
07.06.09 - 18:00 Uhr
Das letzte Wochenende verbrachte ich in Kitzbühel, denn dort ging es diesmal um die Medaillen der Staatsmeisterschaften und um die Qualifikation für die Berglauf Europameisterschaften Mitte Juli in Telfes.
Ich hatte ein gutes Gefühl, denn den Wien Marathon hab ich besser verdaut als im Vorjahr und konnte somit schon wieder eine Zeit lang recht gut trainieren. Doch bei den Bergläufen kann ich mich nie wirklich einschätzen. Der Start um 11 Uhr verlief sehr entspannt, bevor das Teilnehmerfeld jedoch von einem Zug unliebsam überrascht wurde und das letzte Drittel der Teilnehmer zum „Stehenbleiben“ gezwungen wurde. Ich hab die Kreuzung noch rechtzeitig und legal passiert ;-) Im ersten steilen Stück waren die Plätze dann schon mehr oder weniger vorsortiert. Vorne lief Bernd Weberhofer sein Rennen, dahinter ich gefolgt von Robert Stark, der mir in den steilen Stücken dicht an die Fersen lief. Nach der Seidlalm dann das erste Flachstück und ich konnte mich von Robert leicht absetzen, jedoch nach vorne nicht viel gut machen, denn Bernd konnte auch im halbwegs flachen Gelände gut Tempo aufnehmen. Im Steilhang und in der Mausefalle änderte sich an den Positionen nichts mehr, nur der Abstand aus meiner Sicht nach vorne und hinten wurde zunehmend größer. Im Steilen fehlte mir einfach noch die Kraft um richtig durchzudrücken. So feierte Bernd Weberhofer auf der Ehrenbachhöhe seinen ersten Staatsmeistertitel vor uns beiden Kärntnern. Gratulation an dieser Stelle dem neuen Staatsmeister!!!
Die nächsten Wochen bis zur Berglauf EM werde ich versuchen meine Schwächen noch zu verbessern um dort eine ansprechende Leistung erzielen zu können.
Der Vienna City Marathon 2009 ist schon wieder Geschichte. Mein dritter Marathon war nicht der schwierigste, aber er wird mir auch in Zukunft als sehr „lehrreich „ in Erinnerung bleiben. Schon im Vorfeld hatte ich befürchtet, dass es diesmal für mich ein einsames Rennen werden würde. Leider musste mein Tempomacher wegen Erkrankung kurzfristig absagen und so startete ich auf mich alleine gestellt in diese Herausforderung. Schon nach 500 Metern war ich alleine hinter der großen Spitzengruppe mit vielen Afrikanern, Günther Weidlinger und zwei Spaniern. Mit dieser Situation hatte ich kein großes Problem, da ich wusste, dass ich auch alleine das Ziel am Heldenplatz erreichen kann und erreichen werde.
Mein Tempo wollte ich möglichst gleichmäßig gestalten, um erstmals beide Hälfen unter 1.10 h zu laufen. Die acht fünf Kilometer Abschnitte (5km 16:09, 10km 16:18, 15km 16:13, 20km 16:22, 25km 15:59, 30km 16:40, 35km 16:23 40km 16:51) zeigen auch mein Bemühen ein konstantes Tempo zu laufen. Durch meine alleinige Tempoarbeit hat mir leider zum Schluss noch ein wenig die Kraft gefehlt, aber ich bin auch nicht wirklich weggebrochen, konnte ich doch am Ende des Rennens noch drei Afrikaner überlaufen. Mit meiner Leistung von schlussendlich 2.18:30 war ich auf Grund der Vorraussetzungen sehr zufrieden.
Im Ziel wurde ich zum einen kritisiert, keinen Tempomacher gehabt zu haben, der mich schneller über die große Schleife in Wien bringt, zum anderen bewundert, alleine gelaufen zu sein. Aber wen hätte es interessiert, wenn ich eine Minute schneller gelaufen wäre, wobei ich mir sicher bin noch um einiges schneller laufen zu können. Für den VCM und das Fernsehen hab ich leider das falsche „Outfit“ getragen, für mich war es das Richtige!!!
Recht herzlich bedanken möchte ich mich bei der Firma „Elk – Häuser fürs Leben“, die mich auch heuer wieder für den VCM unterstützt hat und bei meinem kleinen aber feinen Team: Besonders bei meiner Freundin Elisabeth, die extra aus Moskau eingeflogen ist, bei meinem Trainer Hans ohne den ich ganz alleine unterwegs gewesen wäre, bei Leopold meinen Chauffeur und Schmähführer, und allen die mich angefeuert haben und kreuz und quer durch die Stadt begleitet haben oder aus dem Tschad mehrmals angerufen haben. Danke auch an die Firma Pure encapsulations, die mir seit dem Herbst Nahrungsergänzungsmittel höchster Qualität zur Verfügung stellt und dafür gesorgt hat, dass ich diesmal nach dem Marathon nicht krank geworden bin. Das ist für mich sehr wichtig dass die Gesundheit die wichtigste Rolle spielt.Danke euch!!!
Besonders die Leistung von Andrea Mayr (Siegerin in 2.30;43) freut mich ganz besonders, da ich mit Andrea zwei Wochen in Spanien trainieren durfte und weiß, wie hart und konsequent sie an ihren Zielen arbeitet. Es war mir eine Ehre, mit der VCM Siegerin trainiert zu haben!!! Auch Günther Weidlinger ( 9ter in 2.12.39) möchte ich hier für die super Leistung bei seinem ersten Marathon recht herzlich gratulieren, wobei ich mir sicher bin, dass er sein Ziel, den österreichischen Rekord zu laufen, sicher noch schaffen wird!!!
Als mich ein Herr von der Zeitung anrief und mich fragte, ob ich denn schon mal Kärntner Meister im Halbmarathon war, wusste ich nicht wirklich was ich sagen sollte. Ganz sicher war ich mir nicht, aber ich bin es zumindest seit heute ;-)
Die diesjährigen Kärntner Meisterschaften wurden in Wolfsberg abgehalten. Dieses Rennen eignete sich besonders gut, um für den in drei Wochen stattfindenden Wien Marathon noch einmal etwas zu testen. Die Streckenführung, zuerst 10,5 Kilometer flussabwärts am Radweg und dann wieder retour, war zwar nicht allzu spannend, aber eine gute Trainingseinheit war es ganz sicher. Zudem hatte ich bereits eine härtere Trainingswoche hinter mir und ich war davon schon etwas müde – Aber ein Marathon ist eben 42,195 Kilometer lang, wofür man sich ordentlich vorbereiten muss. Mit 1.08:10 beendete ich dieses Rennen als Kärntner Meister und unterbot die Zeitvorgabe meines Trainers Hans um ganze 3 Sekunden. Mit Erich Kokaly, der sich ebenfalls für einen Marathon vorbereitet und Thomas Bestebner holten wir gemeinsam auch den Sieg in der Mannschaftswertung für den LC - Villach.
von: Markus
Guter siebenter Platz in Holland
23.03.09 - 08:55 Uhr
Längst bin ich wieder zurück aus den Niederlanden, wo ich gemeinsam mit Florian Prüller beim Venloop Halbmarathon gestartet bin. Dieses Rennen ist eines der bestorganisiertesten Rennen an denen ich bisher teilgenommen habe.
Am Sonntag um 13:30 erfolgte der Start zur vierten Auflage im kleinen aber feinen Städtchen, nahe der deutschen Grenze. Ich wollte auf keinen Fall zu schnell anlaufen – sprich, nicht unter 3 min/km. Mein Training ist auf Grund des verspäteten Trainingsbeginnes nur auf den Marathon ausgelegt, deshalb hab ich auch kein spezielles Halbmarathontraining absolviert. Daher war ich zu Beginn des Rennens etwa an 40ster Stelle. Aber es war mir egal – mein Tempo stimmte. Dann bildete sich eine größere Gruppe mit etwa 10 Leuten, mit uns beiden Österreichern. Die Kilometerzeiten schwankten auf Grund des zum Teil heftigen Windes um bis zu 15 Sekunden pro Kilometer. Ab der Hälfte des Rennens bröckelten einige Läufer weg – die Gruppe wurde auf 3 Läufer dezimiert. Leider musste auch Florian (er hatte eine riesige Blase auf dem Zehenballen) sein Tempo verringern. Währenddessen orientierte ich mich nach vorne und überholte mit Fortdauer des Rennens immer mehr Leute. Ich konnte zu jeder Zeit des Rennens zulegen. Nach 1.04:56 erreichte ich als siebenter das Ziel.
Für meinen anstehenden Wien Marathon sieht es aus meiner Sicht wieder sehr gut aus. Ich hoffe, ich kann in den nächsten Wochen noch gut trainieren und möchte mich aus diesem Anlass bei meinem Trainer Hans bedanken, der mich in den letzten Wochen wieder super in Form gebracht hat und auch öfters beim Training dabei ist!!!
Gelungene Formüberprüfung zwischen Belluno und Feltre
09.03.09 - 20:36 Uhr
Meinen ersten wirklichen Formtest für den bevorstehenden Wien Marathon habe ich am Sonntag zwischen Belluno und Feltre erfolgreich hinter mich gebracht. Diese beiden Städte sind 31 Kilometer von einander entfernt und so lang war auch die Strecke die ich mit einem Kilometerschnitt von 3.12 – 3.15/km absolvieren sollte.
Im Vergleich zum Vorjahr sind mein Trainer Hans Bachlechner und ich diesmal zeitiger am Morgen von zu Hause aufgebrochen, sodass ich diesmal auch noch ein wenig Zeit zum Aufwärmen hatte. Bei diesem langen Rennen ist es zwar nicht ganz so wichtig einzulaufen, aber zwei Kilometer laufen und ein bissl dehnen schadet ja nicht. Dann ging es los und bald darauf hatte ich mit den beiden italienischen Marathonstars Ruggero Pertile und Migidio Bourifa gleich meine beiden Rennbegleiter gefunden. Die ersten Kilometer wurden sehr entspannt gelaufen, doch das Tempo wurde mit Fortdauer des Rennens immer schneller. Es waren sogar Kilometer unter 3 min dabei und so erreichten wir die Halbmarathonmarke bei 66:38. Dass die Entscheidung im härtesten Teil der Strecke fallen würde hab ich mir schon vorher gedacht und wollte auch gar nicht in diese eingreifen. Ich war ja sowieso schon etwas schneller als geplant unterwegs, noch dazu wusste ich dass Hans bei Kilometer 24 mit der Stoppuhr steht, und der weiß wie viel 3.12/km mal 24 ist!!! So bin ich die letzten Kilometer bis ins Ziel nicht mehr am letzten Drücker gelaufen, da die beiden sowieso schneller sind als ich und ich auch noch die nächsten Wochen ordentlich trainieren will. Und ein voller 31er geht schon ordentlich an die Rippen. So hab ich es wirklich geschafft einen 3.12 er Schnitt ins Ziel zu bringen, ohne danach völlig erschöpft zu sein.
Das ist gut für die nächsten Wochen, die hoffentlich noch eine weitere Steigerung meiner Form bringen werden.
von: Markus
Raus aus dem Winter
05.03.09 - 19:52 Uhr
Mein diesjähriges Trainingslager ist leider schon wieder zu Ende. Trotzdem bin ich mit den Fortschritten, die ich in Südspanien gemacht habe, sehr zufrieden.
Meine Entscheidung wieder nach Spanien zu reisen war eher kurzfristig und spontan, jedoch sehr wichtig in meiner Vorbereitungsphase in Richtung Wien Marathon. Deshalb bin auch gleich zwei Wochen dem Winter entflohen. Mit Andrea Mayr und Christian Pflügl hatte ich auch zwei Trainingspartner, die mir nicht nur das Laufen erleichterten, sondern auch abseits der Laufstrecke immer für gute Laune sorgten.
Meine Form werde ich nun am Wochenende beim Belluno-Feltre-Run in Italien testen und hoffe dort über die Strecke von 31 Kilometern mein angepeiltes Tempo für den Wien Marathon laufen zu können.
von: Markus
Und schon wieder Schnee
02.02.09 - 09:02 Uhr
Und schon wieder schneit es. Im Vergleich zum Vorjahr ist der heurige Winter zwar für die Wintersportler fast ideal. Für mein Training sind die momentanen Verhältnisse hier im Gailtal aber alles andere als gut. Es vergeht keine Woche, wo ich mein Training normal durchziehen kann. Immer wieder sind die Straßen schneebedeckt und an ein normales Laufen ist nicht zu denken.
Vorige Woche hat mich zudem noch die Grippe erwischt und ich musste sowieso fast 14 Tage auf das Training verzichten. Keine guten Voraussetzungen für meine frühjährlichen Ziele, aber ich hoffe noch fest, dass dieses Wetter auch seine Vorteile hat. Ich muss ja nicht schon im Feber topfit sein. Es reicht wenn es dann im April wieder richtig rund läuft. Bis dorthin werde ich wohl meine Tourenski nicht in den Keller räumen dürfen, um wenigstens meinen Kreislauf etwas in Schwung zu halten. Außer in jener Woche, wo ich für sechs Tage nach Spanien flüchten werde. Es ist zwar eine sehr kurze Zeit im Süden, aber es wird sicher wieder Balsam für meine Seele und meinen wintererprobten Körper sein. Hoffentlich zumindest!!
von: Markus
Sieg beim Halbmarathon in Medea
11.01.09 - 20:47 Uhr
Nach meinem Trainingseinstieg Mitte Dezember, war es nun wieder mal an der Zeit eine schnellere Trainingseinheit einzuschieben. Diese absolvierte ich im Rahmen des Medea Halbmarathons in der Nähe von Udine in Norditalien.
Auf italienischem Asphalt laufe ich besonders gerne, da die Leute einfach sportbegeistert und vom Enkel bis zum Opa alle auf den Beinen sind. Knapp 350 Starter in einer Ortschaft, wo sonst sicher nicht die Hölle los ist. Das ist einfach genial. Zudem war der Temperaturunterschied von meiner Heimat (-12 ° Celsius) und dem Ort des Geschehens (+8 ° Celsius) deutlich zu spüren und ich konnte diesmal einige Kleidungsstücke weglassen.
Los ging es dann um 10 Uhr am noch weihnachtlich geschmückten Dorfplatz von Medea. Da ich noch nicht viele schnelle Kilometer in den Beinen hatte, wusste ich nicht wirklich wie es mir heute gehen würde, aber der Plan war ein konstantes Tempo über die 21,1 km lange Strecke durchzuziehen. Bis auf den ersten Kilometer, wo ich noch die Gesellschaft anderer Läufer genießen konnte, war ich bis ins Ziel auf mich alleine gestellt. Mein Trainer Hans war aber mit seinem neuen Auto stets in der Nähe, da er kurzfristig vom Veranstalter die Erlaubnis bekam, mit dem Auto auf der Strecke unterwegs sein zu dürfen. Nach 1.07:47 h war ich als Erster wieder dort angekommen wo ich gestartet war. Für drei Wochen Training war das mehr als in Ordnung und ich bin zuversichtlich, dass ich ein für mich schon sehr erfolgreiches Jahr 2008 noch topen kann.
Auf diesem Wege wünsche ich allen Besuchen meiner HP ein erfolgreiches und gesundes neues Jahr.
Mein letztes größeres Rennen in dieser erfolgreichen Laufsaison wurde heute mit dem Halbmarathon in Udine/Ita um 9h30 gestartet. Nach einem Herbst, in dem ich zwar gute Trainings absolviert hatte, aber in dem die letzte Motivation gefehlt hatte, war ich mir nicht sicher, was heute so möglich sein sollte.
Eigentlich ging ich heute sehr entspannt an die Sache heran – was hatte ich denn zu verlieren? Nach dem ersten Kilometer in 2min 50sec pendelte sich mein Tempo knapp über 3min/km ein. Mit meinen beiden italienischen Begleitern Stefano Skaini und Gabriele de Nard wechselten wir uns auch mit dem Tempo optimal ab. Nach 10 Kilometern in 30.28, konnte ich auch diesmal die zweite Hälfte des Rennens das Tempo konstant hoch halten und mit 1.04:26 eine neue persönliche Bestzeit und auch neuen Kärntner Rekord erlaufen.
Vielleicht war es heute gerade meine Lockerheit, die mich zu diesem Ergebnis gebracht hat? Alles in allem war es ein würdiger Abschluss einer für mich sehr erfolgreichen Saison!
Der Teambewerb in Rottenmann/Stmk. findet seit einiger Zeit alle zwei Jahre statt. Fünf Athleten bilden gemeinsam ein Team. Die Disziplinen setzen sich folgend zusammen: Mountainbike, Berglauf, Paragleiten, Straßenradfahren und Straßenlauf
Klingt alles recht kompliziert, aber jeder einzelne der Mannschaft versucht einfach seine Disziplin möglichst schnell zu bewältigen. Für unser Team ( Coffein 699) startete Robert Kircher, der als Dritter unseren Bergläufer Robert Stark losschickte. Nach gutem Lauf erreichte Robert mit Rang vier unter den Bergläufern das Gipfelkreuz „Stein am Mandl“ in 2043 Meter Seehöhe. Das Paragleiten musste leider wetterbedingt abgesagt werden, so durfte unser Luftakrobat Thomas Mitterdorfer „nur“ seine Laufschuhe schnüren und ins Ortszentrum zur Wechselzone laufen. Michael Knopf trat dann ordentlich in die Pedale und reichte mir bald darauf die Schleife, die bei jedem Wechsel übergeben werden muss. Auf meiner Strecke konnte ich zwar viel Zeit gutmachen, aber nach vorne war der Abstand bereits zu groß, um noch um den Sieg mitreden zu können.
So mussten wir uns mit Rang drei bei diesem Bewerb begnügen, aber es hat uns auf jeden Fall sehr viel Spass gemacht.
von: Markus
Kärnten Läuft 2008
25.08.08 - 14:00 Uhr
Samstag: Der Saisonhöhepunkt für meinen vierbeinigen Freund FIGO soll heute beim Doggingbewerb im Rahmen von Kärnten läuft über die Bühne gehen. Wir haben uns wie im Vorjahr gezielt auf dieses Rennen vorbereitet – es ist ja das einzige im ganzen Jahr, an dem wir als Team an den Start gehen. Mit langen gemütlichen Läufen begann für Figo schon in den Wintermonaten das Aufbautraining für dieses Rennen. Schon damals war Figo mit viel Freude bei einigen meiner Trainings dabei. Das Ziel konnte nach dem Sieg im letzten Jahr nur heißen: Titelverteidigung Nach turbulentem Start konnten wir uns schon bald mit einigen anderen „Doggern“ vom Feld absetzen und ein Rennen von der Spitzte weg laufen. Bei der Wende nach 2,1 Kilometern waren wir bereits alleine in Front und konnten so einem ungefährdeten Sieg entgegenlaufen. Wir freuen uns daher schon wieder aufs nächste Jahr und werden nach einer verdienten Pause bald wieder das Training aufnehmen!
Sonntag: Der Tag an dem ich gefordert werden sollte, war gekommen. Der Halbmarathon von Velden in die Running City nach Klagenfurt stand heute an der Tagesordnung. Nach morgentlichen Augenaufschlag vernahm ich ein lautes Rauschen von draußen. Der Regen prasselte die ganze Nacht unwiderstehlich zu Boden. Aber pünktlich zu Rennbeginn zeigte sich das Wetter von seiner schönsten Seite. Die Sonne hatte wieder Oberhand bekommen und die Regenwolken verschwanden sehr rasch. Nach dem Startschuss machte sich das beste und größte Starterfeld, das Kärnten je gesehen hat, auf die Socken in Richtung Osten. Knapp 20 Athleten mit einer Bestzeit von unter 66 Minuten ließen mich hoffen, eine gute Gruppe zum Mitlaufen zu finden. Doch nach 2 Kilometern waren wir nur noch zu viert (darunter 2 Pacemaker). Die 5 Kilometer Marke durchlief ich knapp unter15 Minuten, noch im Windschatten meiner Mitläufer. In Pörtschach musste ich dann schon sehr früh alleine fürs Tempo sorgen – aber ich fühlte mich heute recht gut. Nach der Schleife in Krumpendorf, konnte ich endgültig meine Anhängsel loswerden, spürte aber auch, dass die Müdigkeit in den Beinen immer mehr wurde. Bei Kilometer 19 hatte ich dann endlich den ersten Kontakt mit den deutschen Spitzenläufern, mit denen ich eigentlich vom Start weg eine starke Gruppe bilden wollte. Stefan Koch kam von hinten geflogen – für mich zu schnell um mit ihm mitzulaufen. Seine Landsleute Alexander Lubina, Martin Beckmann und Heydrit Embaye waren leider wider Erwarten im gesamten Rennverlauf ein Stück hinter mir. Da mein 9ter Rang schon ziemlich fix war, konnte ich die superlaute Stimmung auf den letzten Meter ins Ziel noch ein bisserl genießen und mit 1.05:19 eine für mich sehr gute Endzeit fixieren. Es ist schon ein besonderes gutes Gefühl als Kärntner in Kärnten eine gute Leistung abzugeben!! Danke allen Beteiligten für diese super Veranstaltung!!!! ...
Am 2. August lief ich in St.Peter am Kammersberg ein Rennnen über 11,2 km. Dieses Rennen bin ich schon im Vorjahr gelaufen, deshalb wollte ich auch heuer dort starten, um einen Vergleich zum Vorjahr aufzustellen und natürlich auch, weil dort die Stimmung sensationell ist. Vom Gefühl her war meine Form diesmal besser – aber schauen wir mal. Nach einem „nachmittaglichen“ Gewitterguss während der Anreise, schien es für das Rennen trockene Bedingungen zu geben. Wie auch im Vorjahr herrschte schon bei den Kinderläufen, die ich interessiert verfolgte, super Stimmung - auch deshalb laufe ich dort so gerne!! Den ersten Kilometer benötigte ich noch um mich richtig aufzuwärmen, bevor ich langsam begann mein Tempo zu erhöhen. Schon bald war ich allein auf weiter Flur. Kurz darauf waren die Gewitterwolken wieder bedrohlich dunkel geworden, sodass ich mir schon vorstellen konnte was in der zweiten und letzen Runde anstehen wird. Und es trat das ein, was ich befürchtet hatte – ein gewaltiges Gewitter breitete sich über dem kleinen Ort aus und sorgte für eine mystische Stimmung mit Wasserfällen die vom Himmel fielen. Blitz und Donner sorgten für eine einmalige Akustik. Mein Ziel, das Rennen trocken zu beenden habe ich leider nicht geschafft, obwohl ich auf dieser selektiven Strecke ein starkes, einsames Rennen lief und mit 34:25 min. meinen vorjährigen Streckenrekord deutlich verbessern konnte. Mir hat es auf jeden Fall trotz des „kleinen“ Unwetters sehr viel Spass gemacht in St. Peter zu laufen.
Auch dieses Wochenende hatte ich läuferisch so einiges vor. Nach einer guten Trainingswoche startete ich am Freitag beim Villacher Citylauf und am Sonntag beim Obergailtaler Berglauf in Mauthen. Der Freitagabend in Villach ist ein Termin, den man als Kärntner Läufer nur sehr schwer auslassen kann. Die selektive Strecke durch das Zentrum von Villach verlangt den Läufern so einiges ab – deshalb auch diesmal meine Teilnahme ;-) Nachdem ich die tückische Strecke schon einigermaßen gut kannte, hielt ich mich am Anfang etwas zurück, um nicht gleich mein Kräftedepot zu leeren. Meine Gegner in diesem Rennen waren wieder sehr dunkel und zwei an der Zahl. Schon nach einem Kilometer hatte ich ca. 10 Sekunden Rückstand auf meine beiden Kontrahenten. Doch der Abstand blieb dann lange gleich, bevor ich zu Beginn der letzten Runde einen der beiden stellen konnte, und auch auf den Führenden Zeit gut machte. Als dieser sich dann aber umschaute und mich erblickte, packte er die ganz schnellen Beine aus und lief einen ungefährdeten Sieg, mit 23 Sekunden Vorsprung auf mich, nach Hause. Für mich war es in jedem Fall ein gelungenes Rennen, bei dem ich das hohe Tempo lieber laufe, als im einsamen Training zu Hause.
Ganz in der Nähe meiner Heimat fand für mich der zweite Lauf an diesem Wochenende statt - mein Lieblingsberglauf auf die Mauthner Alm. Nicht zu lang und nicht zu steil – genau das, was ich gerne laufe. Und oben angekommen dann ein Schnitzel und ein Bier – einfach genial ;-) Aber zuerst musste ich die 800 Höhenmeter vom Gailtaler Talboden zur Enzianhütte hinter mich bringen. Die Wege und Steige waren vom starken Regen während der Nacht noch ziemlich aufgeweicht - über die kühle Temperatur konnte ich mich aber freuen. Vom Start weg lief ich ein einsames Rennen. Meine Beine waren heute erstaunlich gut und so konnte ich schon nach 39 Minuten und 12 Sekunden mein Mittagessen in der Enzianhütte bestellen. Im Vorjahr habe ich noch eine Minute länger gebraucht, ein Jahr zuvor noch länger,………. Was eigentlich so ein Wiener Schnitzel ausmacht!? Wenn es im nächsten Jahr ein Steak (medium) im Ziel gibt, ist da schon noch was drinnen!!!!!
Dieses Wochenende widmete ich mich zum letzten Mal in dieser Saison den 5000 Metern bei den Staatsmeisterschaften im Kapfenberger Stadion. Das Ziel war es, um 14min 40 zu laufen. Nach den letzten Trainings war ich recht zuversichtlich, das zu schaffen. Doch bei den Staatsmeisterschaften geht es vorrangig um die Platzierung, wobei die Laufzeit eher in den Hintergrund geschoben wird. Der Sieg bei diesem Rennen ging wenig überraschend an den wohl besten österreichischen Läufer Günther Weidlinger, der in knapp über 14 Minuten ein einsames Rennen an der Spitze lief. Dahinter wurden die weiteren Plätze zwischen Michael Schmid, Dominik Zierler und mir ausgelaufen. Schon bald nach dem Start übernahm ich in dieser Gruppe die Führung, da ich hoffte, doch eine ansprechende Zeit ins Ziel zu bringen. Da die anderen Beiden in dieser Saison schon deutlich schneller als ich gelaufen sind, erhoffte ich mir doch die eine oder andere Runde hinter ihnen laufen zu können. Doch keiner wollte die Tempoarbeit leisten. Nach 2 Kilometern wollte auch ich nicht mehr und hatte mit dem Rennen bereits abgeschlossen. Beim 3ten Kilometern konnte Michael Schmid mit einer Tempoverschärfung einen deutlichen Vorsprung auf mich herauslaufen. Dahinter war Dominik Zierler bereits einige Meter zurückgefallen. So lief ich halt mit wenig Motivation das Rennen zu Ende, konnte wenigstens die „Bronzene“ für mich beanspruchen. Lieber wäre ich 10ter geworden, aber mit einer halbwegs guten Endzeit!!! Denn für die 15min07sec muss ich mich fast schämen.
Nach anstrengender Heimfahrt kam ich erst um 2 Uhr früh ins Bett, bevor um halb sieben wieder Tagwache angesagt war. Den Sonntag wollte ich nützen, um beim Großglocknerberglauf einen entspannten Trainingslauf zu machen und meine Heiligenbluter Freunde zu treffen. Nach dem Start um 10 Uhr in Heiligenblut, ging es für mich sehr gemütlich zur Sache. Die erste dreiviertel Stunde war wirklich ein Genuss – sonst ist ein Berglauf eher ein Kampf gegen Berg, Zeit und Gegner. Doch als ich merkte, dass es diesmal eigentlich ganz gut lief und ich mich für den Aufwand, den ich betrieb, erstaunlich weit vorne befand, entschloss ich mich nun doch ein wenig schneller zu laufen um noch einige Plätze gut zu machen. Am letzten Berg hinauf zum Ziel konnte ich noch fünf Platzierungen gut machen und als 12ter auf der Franz – Josef – Höhe einlaufen.
Am Samstag bin ich den schnellen Lauf zu langsam gelaufen und am Sonntag den langsamen Lauf eigentlich zu schnell. Verkehrte Welt – aber der Berglauf hat den Frust vom Vortag auf jeden Fall mehr als gut gemacht!!
von: Markus
2. Platz bei Austria top 4 in Villach
05.07.08 - 22:00 Uhr
Da mein Rennen in Lienz zwar gut, aber nicht optimal verlaufen ist, entschloss ich mich kurzerhand am 5000er in Villach im Rahmen des AUSTRIA TOP 4 Meetings teilzunehmen.
Von vorn herein war schon klar, dass ich diesmal wenige bis keine Überrundungen tätigen musste, da diesmal nur eine Hand voll Läufer ins Rennen gingen. Die beiden Favoriten in diesem Rennen, ein Läufer aus Tansania und ein junger Läufer aus Neuseeland, hatten beide eine Bestzeit von unter 14,20 Minuten. Deshalb entschloss ich mich, zu Beginn des Rennens nicht mit diesen zweien mitzulaufen, sondern lief in der Gruppe dahinter mit meinen Vereinskollegen Wolfgang Mauze Maurer und Christof Wastl ein Tempo knapp unter 3.00/km. Nach 800 Metern entschloss ich mich nun doch, die Verfolgung der Beiden an der Spitze aufzunehmen, was ich auch bald geschafft hatte. Von nun an konnte ich mich von meinen ausländischen Laufpartnern etwas ziehen lassen. Das Tempo war jedoch sehr unregelmäßig, immer wieder wurden kurze Tempoverschärfungen eingebaut. Der Neuseeländer musste nach etwa vier Kilometern sein Tempo etwas zurückschrauben, was bedeutete, dass ich nun an zweiter Position den letzten Kilometer in Angriff nahm. Nach einer harten letzten Runde konnte ich mit 14.44 meine Bestzeit ein wenig verbessern, was mich sehr positiv stimmte.
Nun soll es aber bald wieder auf asphaltierten Untergrund gehen, um meinen herbstlichen Zielen etwas näher zu kommen.
von: Markus
Sieg über 5000 m in Lienz
27.06.08 - 22:00 Uhr
Heute lief ich wieder einmal seit langer Zeit (ungefähr 5 Jahre) einen 5000 Meter Lauf auf der Bahn. Im Rahmen des Osttiroler Läufercups war diesmal das Stadion in Lienz Austragungsort dieses Bahnrennens. Um 20 Uhr wurde bei recht guten äußeren Verhältnissen gestartet – kein Wind, keine extreme Hitze, nur etwas schwül.
Im Männerrennen stellten sich 27 Laufhungrige an die Startlinie – recht viel für einen 5000er. Vom Start weg lief ich mein eigenes Tempo. Am ersten Kilometer durfte ich die Innenbahn noch für mich beanspruchen, bevor es schon nach 800 Meter zu den ersten Überrundungen kam. Von dort an musste ich fast die gesamte Strecke mit der 2er Bahn Vorlieb nehmen, da ich das gesamte Feld überrunden musste – manche Läufer sogar mehrmals. Trotzdem schaffte ich es, einen halbwegs konstanten Lauf über die Bühne zu bringen und mit 14.50 min eine für mich ansprechende Zeit ins Ziel zu bringen.
von: Markus
Sonnwendlauf in der Wachau
19.06.08 - 23:59 Uhr
Den diesjährigen Sonnwendlauf in der Wachau nutzte ich, um mal wieder einen schnellen 10 Kilometer Lauf in Angriff zu nehmen. Ehrlich gesagt, weiß ich selbst nicht mehr wann ich zuletzt diese Distanz absolviert habe. Natürlich ist diese Streckenlänge eine klassische Vorbereitung für Halbmarathonläufe und auch Marathons – aber schnelle, vermessene 10er gibt es nicht so viele in unserem Umkreis.
Die Startzeit (20h30) an diesem heißen Tag, versprach von Seiten der Temperatur sehr gute Verhältnisse und die Strecke, die Donau abwärts in Richtung Krems führt, ist als eine der schnellsten Österreichs bekannt. Also lag es nur mehr an mir selbst eine ordentliche Leistung auf den immer noch heißen Asphalt zu zaubern.
Nachdem ich leider den Start etwas verschlafen hatte, ordnete ich mich etwa 5 Sekunden hinter dem deutschen Spitzenläufer Mario Kröckert ein. Das Tempo knapp unter 3 min/km war für mich sehr hoch, daher blieb der Abstand nach vorne konstant. Hinter uns war schon bald niemand mehr zu sehen, obwohl über 800 Läufer die 10 Kilometer Strecke in Angriff nahmen. Nach 3 Kilometern schaffte ich endlich den Anschluss – mit einer Kilometerzeit von 2min50/km. Nach 5 absolvierten Kilometern schob sich der anfängliche Abstand von 5 Sekunden wieder zwischen uns und wir laufen beide am Limit. Die letzten Kilometer bis Krems musste ich leider etwas zurückschalten, aber mit 30 min 27 sec markierte ich eine für mich sehr gute Endzeit und verlor „nur“ 22 Sekunden auf meinen deutschen Mitstreiter – das ist vollkommen in Ordnung.
Normalerweise ist eine solche Zeit der Durchgangswert für den Halbmarathon, aber bis dato habe ich noch wenige, schnelle Kilometer in den Beinen. Die nächsten Rennen ein 5000 m Lauf auf der Bahn und ein 10,5 km Lauf um einen wunderschönen Kärntner See, sollen meine Beine noch schneller werden lassen, um für „Kärnten läuft“ fit zu werden.
Das heutige Rennen im Rahmen der österreichischen Berglaufmeisterschaften auf das Stuhleck/Stmk, war für mich ein ungewohnter Ausflug ins Revier der Bergläufer. Ich laufe zwar nie bergauf, aber ein bis zwei Bergläufe bestreite ich jedes Jahr.
Das Profil des heutigen Rennens war, im Vergleich zu so manch anderen Strecken, nicht allzu schwer. Auf den ersten zwei Kilometern waren nicht sehr viele Höhenmeter zu bewältigen. Dadurch tat ich mir recht leicht, mich vom Start weg an die Spitze des Feldes zu setzen. Ich wusste natürlich, dass es danach wieder steiler wird, aber ein kleiner Vorsprung kann ja nicht schaden. Nach ca. 3 Kilometern holten mich der Pole Andrzey Dlugosz, Markus Kröll und Evergreen Helmut Schmuck ein. Das Tempo war recht hoch. Ich hängte mich hinten an und versuchte den Anschluss so lange wie möglich zu halten. Nach etwa 5 Kilometern lief der Pole vorne weg sein eigenes Rennen. Dahinter hat Markus Kröll auch einen kleinen Vorsprung auf Helmut und mich herausgelaufen. Endlich wurden mal wieder hundert flachere Meter gelaufen. Sofort konnte ich wieder zu Markus aufschließen und heftete mich nun an dessen Fersen, Helmut folgte 30 Meter hinter uns. Die letzten zwei Kilometer ging es über für mich recht steil in Richtung Ziel zum Gipfelkreuz am Stuhleck. Sofort merkte ich, dass meine Beine noch etwas kraftlos waren. Der VCM steckte noch immer in den Gliedern. Leider musste ich Markus laufen lassen und von hinten kam auch Helmut wieder näher. Etwa einen Kilometer vor dem Ziel überholte mich dann auch noch Helmut. Eine Medaille war mir aber recht sicher, obwohl Bernd Weberhofer hinter mir auch ein sehr starkes Rennen lief. So überquerte ich als Dritter mit 33 Sekunden Rückstand auf Markus und 7 Sekunden auf Helmut das Ziel nach 10,4 km und 950 gelaufenen Höhenmetern.
Im Ganzen gesehen ein sehr gutes Rennen für mich, obwohl ich mir ein bissl mehr Kraft in den Beinen gewünscht hätte, um auch noch am Schluss konkurrenzfähiger sein zu können. Trotzdem bin ich mit meiner schon zur Hälfte verstrichenen „Berglaufsaison“ sehr zufrieden.
Endlich ist er da, mein erster Sieg in dieser Saison. Nicht, dass ich mit meinen vergangenen Rennen unzufrieden wäre, ganz und gar nicht, aber gewinnen konnte ich in dieser Saison bislang noch kein Rennen. Trotzdem konnte ich überall wo ich in diesem Jahr gestartet bin, meine Erwartungen mehr als erfüllen.
Wie auch an diesem Wochenende in meiner unmittelbaren Heimat Dellach im Gailtal, bei meinem ersten Rennen nach dem Wien Marathon. Schon im Vorhinein war klar, dass ich jeden Meter der selektiven Strecke kenne, da ich ja die meisten meiner Laufkilometer in diesem Gebiet abspule.
Aber nun zum Rennen: Wieder einmal zeigte sich das Wetter von seiner schönsten Seite. Die erste von zwei Runden, die ich für den Halbmarathon absolvieren musste, ging relativ locker zu Ende. Mit Christoph Wastl, dem Sieger des Römerlaufes über 10,55 Kilometer, war ich auch nicht ganz alleine unterwegs. Er wollte auch nicht tauschen als ich ihn kurz vor seinem Zieleinlauf fragte, ob er denn nicht statt mir die zweite Runde laufen möge. So musste ich eben alleine auf diese gehen. So schlimm war es dann gar nicht, aber es wurde schon ziemlich unangenehm heiß. Nach 1.12:38 h kam ich schließlich wieder im Zielgelände an und hatte mein erstes Rennen nach dem Kräfte raubenden Marathon sehr gut gemeistert.
Obwohl diese Saison eigentlich schon bestens verlaufen ist, werde ich mir natürlich auch in Zukunft wieder einige „Special Races“ aussuchen und dort versuchen weitere Siege einzufahren. Schauen wir einmal was kommt ….
Vienna City Marathon 2008 - Ein erfolgreiches Event
29.04.08 - 11:00 Uhr
Als mein diesjähriges Highlight war schon immer der Vienna City Marathon geplant. Bereits Mitte Dezember liefen die Vorbereitungen auf dieses Event an. Unzählige Trainingsstunden mit Läufen bis zu 38 Kilometern standen an der Tagesordnung. Auch als das Wetter einmal nicht mitspielte, konnte ich mich mit dem ständigen Ziel vor Augen, in Wien unter 2 Stunden 20 Minuten zu laufen, motivieren. Man braucht eben Ziele, welche man so gut wie möglich verfolgt.
Nun war es endlich so weit. Am Renntag stand ich bereits um 6 Uhr morgens auf, um noch ausreichend Zeit für ein gemütliches Frühstück zu haben. Wie gewohnt aß ich Schwarzbrot mit Marmelade, welches ich sehr gut vertrage – was ja beim Marathon nicht so unwichtig ist.
Um 8.15 Uhr verließ ich das Hotel und begab mich in Richtung Reichsbrücke zum Start. Unglaublich wie viele Leute schon auf den Beinen waren. Nur gut, dass ich vom Eliteblock aus starten durfte. Aber noch besser war das Aufwärmen auf der Reichsbrücke. Wann hat man schon die Möglichkeit auf einer mehrspurigen Straße ganz ohne Stress zu laufen – für mich aus dem kleinen Grafendorf schon eine beeindruckende Kulisse!
Das Rennen: Pünktlich um 9 Uhr ertönt dann die Startsirene – es geht los auf einen langen Weg durch Wien. Den ersten Kilometer laufe ich relativ langsam an und versuche gleich in ein ökonomisches Laufen zu kommen. Dann heißt es eine Gruppe zu finden, die mein angepeiltes Tempo in etwa läuft. Alleine auf die 42,195 Kilometer lange Strecke zu gehen wäre wohl nicht so lustig. Meine Gruppe hab ich dann gleich gefunden. Mit Roman, seinem Tempomacher und weiteren 4 Läufern aus dem Ausland, bildeten wir gemeinsam eine sechsköpfige Gruppe, die mit einer Zeit von 1.08:00 h die halbe Marke in der Nähe des Heldenplatzes überquerte. Die Zuschauer in diesem Bereich waren wirklich ein Wahnsinn, dass es mir kalt über den Rücken rauf und runter lief. So soll ein Marathon sein!!!
Nun ging’s aber ans Eingemachte. Unsere Gruppe wurde immer kleiner, auch der Tempomacher hatte früher als geplant das Handtuch geworfen. Ich hielt mich meistens am Ende der Gruppe auf, da ich wusste, dass so ein Marathon wirklich lang dauert. Bei Kilometer 31 hatte ich dann erstmals kleinere Probleme das Tempo zu halten. Aber kurz darauf, nach einem weiteren Kilometer, fühlte ich mich wieder in der Lage, das Tempo wieder halbwegs entspannt zu laufen. Nachdem wir im Dreierpack, mit Roman und seinem „neuen“ Tempomacher, der aus der Führungsgruppe vom Rennleiter zurückbeordert wurde, das Lusthaus umrundeten, wusste ich, dass es nun fast den direkten Weg zurück zum Heldenplatz ging. Das war sehr wichtig für mich – keine zusätzlichen Schleifen mehr.
Bei Kilometer 34, also vom Lusthaus wieder retour, ist Roman plötzlich stehen geblieben. Zuerst hab ich das gar nicht mitbekommen, aber als sich der Kenianer umschaute, wusste ich bescheid. Wenig später hat auch dieser seine Arbeit niedergelegt. Von nun an war ich alleine auf weiter Flur. Eh nur mehr wenige Kilometer, aber dafür die härtesten. Meine Beine waren immer noch sehr leistungsfähig, nur mein Magen machte immer mehr auf sich aufmerksam. Am Ring wurde ich wieder vom besten Publikum, das ich je gesehen habe begrüßt. Mein Magen war am äußersten Limit – immer wieder würgte es mich. Endlich den Heldenplatz in Aussicht, der mit dem EM – Rasen ausgepflastert wurde, konnte nicht mehr alles passieren. Trotz meiner miesen Situation konnte ich meinen Einlauf einigermaßen genießen. Es war der absolute Wahnsinn!! Endlich im Ziel konnte ich meinen Mageninhalt nicht mehr bei mir behalten. Alles musste raus. Keine angenehme Situation – aber was soll man machen?
Nach einigen Minuten war ich wieder Herr über meinem Körper. Die abschließenden Interviews und die Pressekonferenz waren eher neu für mich, aber ich hab mich gefreut, dass das Interesse sehr groß war.
Ein super Wochenende, unter optimalen Voraussetzungen und mit super Betreuung rundherum, das ich sicher nie vergessen werde!!!
Der letzte Test vor dem Vienna City Marathon ist absolviert. Die diesjährigen Halbmarathon Staatsmeisterschaften im Rahmen des Linz Marathons boten sich dazu bestens an.
Das Rennen wurde bei optimalen äußeren Verhältnissen um 9:15 Uhr gestartet. Insgesamt 14.000 Teilnehmer setzten sich zugleich in Bewegung und überquerten die „schwingende“ Autobahnbrücke. Mein Vorhaben, eine Zeit um 1.o6 zu laufen, habe ich von Anfang an perfekt umgesetzt. Es ist ja eigentlich leichter, langsamer zu laufen, als man eigentlich kann, aber die gewisse Spannung, die man sonst immer hat, hat mir heute logischer Weise gefehlt. Bis Kilometer 7 konnte ich mit einem kenianischen Läufer mitlaufen, danach lief ich ein mehr oder weniger einsames Rennen. Nur auf den letzten 3 Kilometern hatte ich wieder zahlreiche Gesellschaft aufgrund der großen Anzahl von Viertelmarathon Läufern, mit denen ich so meine Mühe hatte. Sich durch das sehr enge Läuferfeld zu schlängeln war eine Kunst. Völlig „anonym“ überquerte ich dann in 1.06.24 die Ziellinie und konnte so meinen dritten Halbmarathon Staatsmeistertitel fixieren.
Ein eher unspektakuläres Rennen, aber immerhin ein gelungener Testlauf in Richtung des VCM in zwei Wochen, auf den ich mich schon sehr freue.
Da werden Erinnerungen wach, wenn man wie ich seit langer Zeit wieder einmal in Villa Lagarina einen Halbmarathon läuft. Genau vor zehn Jahren bin ich hier das erste Mal gelaufen. Inzwischen hat sich einiges in meinem Leben verändert – zum Glück auch meine Leistungen.
Mit meiner diesjährigen Leistung kann ich durchaus zufrieden sein. Aber starten wir einmal am Beginn des Rennens. Nach dem Start wurde eine etwa 800 Meter lange Runde durch das verschlafene Örtchen gezogen, wo heute wohl alles auf den Beinen war. Mir kam das angeschlagene Tempo langsam vor – sehr langsam. Die erste Kilometermarkierung konnte ich nicht ausmachen, erst an der zweiten bekam ich die Bestätigung auf meiner Stoppuhr. Bereits 20 Sekunden habe ich in dieser kurzen Zeit schon liegen gelassen, obwohl ich mich bereits einige Meter vom Feld gelöst hatte. Niemand wollte mir folgen. So lief ich alleine vorne weg und musste mich alleine gegen den forschen Wind stemmen. Das war nicht gerade die Optimalversion, die ich mir vorher vorgestellt hatte – aber was soll's. Am liebsten wäre ich stehen geblieben und hätte auf die immer kleiner werdende Verfolgergruppe gewartet. In dieser bestimmten zwei Kenianer die Geschwindigkeit. Doch der Abstand blieb bis zu Kilometer zehn recht konstant und bewegte sich zwischen 15 und 18 Sekunden. Erst danach wurde ihr Abstand geringer, bevor die beiden mich beim 12ten Kilometer überholten. Ich hängte mich erstmal hinten an. Gerade erst hatten sie mich in die kleine Gruppe aufgenommen, wollten sie mich auch schon wieder loswerden. Mit Kilometerzeiten deutlich unter 3 Minuten ging es weiter bis etwa Kilometer 16. Dort hatten sie es dann geschafft – sie hatten mich abgehängt. Die letzten fünf Kilometer waren dann nicht mehr allzu spannend. Nach vorne ging nichts mehr, nach hinten war alles abgesichert.
Mit 1.05:46 und dem 3.Platz konnte ich eh noch den Schaden in Grenzen halten. Sicher wollte ich schneller laufen aber an diesem Tag war für mich nicht alles zu holen. Positiv stimmt mich allerdings, dass ich zumindest die zweite Hälfte des Rennens deutlich schneller gelaufen bin. Mal schauen, ob ich nach weiteren zehn Jahren wieder dabei bin!
Ich war auf einen Lauf über 31,1 km von Belluno nach Feltre eingestellt. Mit einem geplanten Tempo von etwa 3.15/km sollte dieses Vorhaben recht locker über die Bühne gehen. Deshalb blieb ich recht gelassen, als ich noch 20 Minuten vor dem Start noch immer keine Startnummer hatte, keinen Schritt eingelaufen war und hoffte meinen Trainer wieder zu finden, der während meiner Versuche eine Startnummer zu ergattern, sein Auto irgendwo abstellte.
Von diesem Zeitpunkt an ging alles gut. Ich fand Hans wieder und dadurch auch mein Hab und Gut, welches ich in Windeseile um halb sechs Uhr morgens in meine große Asics - Tasche stopfte. Nach einigen Einlaufschritten in der Altstadt von Belluno und dem Wechseln meiner Läufergarderobe, kletterte ich noch rasch über eine kleine Absperrung und befand mich nun endlich an der Startlinie. 20 Minuten zuvor war ich mir noch nicht so sicher, ob sich das alles noch ausgeht.
Pünktlich um 10 Uhr dann der Startschuss. 1500 Läufer machen sich auf den Weg nach Feltre, wo nach 31,1 km das Ziel auf uns wartet. Es wird gleich ein angenehmes Tempo gelaufen, da der erste Kilometer leicht bergab geht. Noch ein wenig Zeit um meine Muskulatur richtig aufzuwärmen. Doch niemand will hier bummeln. Mit Kilometerzeiten knapp über 3 Minuten geht es dann weiter. Nach 31.05 passieren der italienische Marathonläufer Migidio Bourifa, sein Landsmann und seines Zeichens mehrmaliger Berglaufweltmeister Marco de Gasperi und ich die 10 Kilometer Marke. Hundert Meter vor uns läuft Said Boudalia ein einsames Rennen mit gleich bleibendem Abstand auf unsere Gruppe. Marco muss nach 14 km zurückschalten, so sind wir nur noch zu zweit mit Blick auf den Führenden. Den Halbmarathon durchlaufe ich in 1.05:24 an dritter Stelle, nach vorne immer noch in Schlagdistanz. Von Kilometer 24 – 27 geht es ziemlich bergauf, worauf Said seine Führung an Migidio abgeben muss. Auch ich arbeite mich in diesem schwierigen Abschnitt immer näher an ihn heran und überhole in noch vor der „Bergwertung“. Schnell kann ich einen größeren Abstand zwischen uns bringen und orientiere mich wieder nach vorne. Die letzten 2 Kilometer laufe ich noch jeweils in 3.02 und überquere nach 1.37:36 als 2ter die Ziellinie in Feltre. Mit einem Kilometerschnitt von 3.08!!!
Eines der stärksten Rennen das ich je gelaufen bin! Zurückzuführen ist diese Leistung aber sicher auf das konsequente und Umfang orientierte Training, das ich in letzter Zeit bestens absolviert habe. Von mir aus kann es so weitergehen. Die Marschroute stimmt!!!
Nun bin ich wieder zu Hause, zurück von meinem wohl besten Trainingslager seit langem. In diesem Jahr scheint sportlich wirklich alles zu klappen. Es gab kein Training, bei dem ich wirklich Schwierigkeiten hatte. Das heißt jetzt nicht, dass ich nur einfache und leichte Trainings hatte. Ganz im Gegenteil. Wer meinen Trainer kennt, weiß, dass mir nichts erspart bleibt. In der ersten Woche lag der Schwerpunkt eher im Grundlagenbereich, sprich lange, sehr lange Läufe und zwischendurch auch einige mittlere Dauerläufe im angepeiltem Marathontempo. In dieser Woche habe ich auch eine PB in der gelaufenen Kilometeranzahl pro Woche geschafft.
Nach einem Ruhetag am achten Tag, an dem wir die Gelegenheit nutzten uns das nicht allzu weit entfernte Gibraltar anzuschauen, startete ich wieder mit viel Energie in die zweite Woche. Diese war gespickt mit einigen schnellen Wechseltempotrainings im Geschwindigkeitsbereich für den Halbmarathon und als kleine Abwechslung zwischendurch wieder lange Läufe im Grundlagenbereich. Der eigentliche Höhepunkt war aber das Abschlusstraining am vorletzten Tag, ein Wechseltempotraining über 16 km mit einem Schnitt von 3.10/km. Das positive daran war aber, dass ich schon vorher genau gewusst hab, dass ich dieses Training sicher schaffe! :-)
So soll ein Trainingslager sein. In der Gruppe fällt eigentlich jedes Tempo leichter und macht nebenbei noch jede Menge Spaß. Sprich, wir haben unser eigenes Marathonteam geschaffen, wovon einige Funktionäre zwar oft gesprochen, aber es leider nicht geschafft haben! :-(
Besten Dank nochmals an meine Laufkollegen: Mathias Aumaier, Florian Prüller, Martin Pröll, Martin Steinbauer, Felix Kernbichler und Christian Pflügl.
Die erste von zwei Woche in Spanien ist zu Ende. Leider!!! Die Zeit hier in Andalusien vergeht wirklich wie im Flug. Das tägliche Training, das Buffet, welches keine Wünsche offen lässt, kleinere Ruhephasen oder auch Ausflüge lassen keine Langeweile aufkommen.
Gemeinsam mit Martin Pröll, der bereits nach einer Woche wieder die Heimreise angetreten hat, Christian Pflügl, Florian Prüller und Mathias Aumaier verbringe ich diese wichtige Vorbereitungszeit. Zudem ist in dieser Woche noch mein Trainer hinzugekommen, der am Buffet ein weiterer Konkurrent geworden ist ;-)
In der Gruppe ist das umfangreiche Training um einiges leichter zu bewältigen als sonst, wo ich meine Kilometer meist alleine abspule. Außerdem sorgt eine angenehme Temperatur von bis zu 20 Grad für ideale Verhältnisse. Die lange Trainingsbekleidung brauche ich jedenfalls nicht. Ein kleiner Wehrmutstropfen ist jedoch der stets anwesende, starke Wind, der bereits die gesamte Zeit unser ständiger Begleiter ist. Aber davon lassen wir uns nicht unterkriegen. Mein Training beeinflusst der Wind jedenfalls kaum.
Durch die sehr zahlreichen Kilometer, die ich in den vergangenen Wochen und Monaten hinter mich gebracht habe, fühle ich mich besonders auf den längeren Strecken sehr wohl. Die Basis für eine erfolgreiche Saison ist zumindest gelegt!!
von: Markus
Silvesterlauf 2007
01.01.08 - 15:00 Uhr
Auch dieses Jahr hab ich mich wieder entschieden einen Silvesterlauf in Angriff zu nehmen. Da ich in Kainach/Stmk schon zwei Mal gelaufen bin und mir die Strecke und die Stimmung dort sehr gut gefällt, war meine Entscheidung nicht allzu schwer.
Im Vergleich zum Vorjahr hatte ich jedoch diesmal weniger Kilometer in den Beinen, bin auch weniger "schnelle" Kilometer gelaufen. Doch egal - volle Kraft voraus.
Nach der Athletenvorstellung im Startbereich ging es endlich los. Ich war ziemlich im Stress, da ich erst kurz vor dem Start meinen Laufschuh fürs Rennen, den grünen Asics Racer, an meinem Untersatz montierte.
Zuerst reihte ich mich mitten im Teilnehmerfeld ein, das bis auf eine Ausnahme leistungsmäßig auf dem gleichen Niveau einzuschätzen war. Obwohl, mit dem Standard von 28 min. über 10 km konnte ich nicht mithalten. Nur der Pole Henryk Szost, mit einer Bestzeit von 27:30 min. lief vom Start weg in einer eigenen Liga. Souverän gewann der bereits für Olympia qualifizierte Marathonläufer diesen Silvesterlauf und bekam nur wenig vom eigentlichen Rennen mit.
In der Verfolgergruppe übernahm ich nach ca. 1 km die Führungsarbeit so dass das Feld immer kleiner wurde. Einige meiner hartnäckigen Konkurrenten, alle aus dem Ausland, blieben mir aber auf den Fersen. Von diesem Zeitpunkt an beschloss ich meine Taktik zu ändern und schloss mich dem Feld in der dritten und vierten Runde hinten an um in der vorletzten Runde zu attackieren. Im härtesten Teil der Strecke, einer ca. 300 m langen Steigung, konnte ich meine Stärken ausspielen und, überraschender Weise, mit Leichtigkeit einen großen Vorsprung herausholen. In der letzten Runde blieb ich vom Tempo her noch am Drücker und konnte so meinen zweiten Platz souverän verteidigen.
Meine Platzierung in diesem Teilnehmerfeld ist für mich ein gebührender Abschluss einer erfolgreichen Saison und meine Leistung stimmt mich für das neue Jahr sehr zuversichtlich.
Ich möchte all meinen Homepagebesuchern auf diesem Weg ein gesundes und erfolgreiches 2008 wünschen!!!
Um das schöne Herbstwetter nicht spurlos an mir vorbei rinnen zu lassen, unternahm ich vor kurzer Zeit einen ganz besonderen "Ausflug". Mit Thomas, einem guten Freund aus Osttirol, begab ich mich mittels Tandemschirm (Paragleiter) in die klare, osttiroler Bergluft.
Schon seit längerer Zeit wollte ich diese Art der Fortbewegung kennen lernen und war sehr gespannt darauf, was mich erwarten wird.
Am Besten ihr schaut in meine Galerie und macht euch selbst ein Bild....
Danke nochmals an Thomas für diesen wirklich wunderschönen Ausflug!!!
Toller 4.Platz beim Seelaufklassiker >Rund um den Wolfgangsee<
21.10.07 - 13:00 Uhr
Der Seelaufklassiker rund um den Wolfgangsee sollte irgendwann einmal im Rennkalender eines jeden Läufers stehen. Der wunderschöne See umrahmt von schneebedeckten Bergen lässt jedes Läuferherz höher schlagen. Natürlich hat es auch mich dort hin verschlagen. Eigentlich wollte ich zum Abschluss meiner Laufsaison ein entspanntes, herbstliches (eher warmes) Wochenende am Wolfgangsee verbringen. Doch es kam anders….
In St. Wolfang angekommen, wurde ich von Frau Holle begrüßt. Starker Schneefall konnte mich nicht gerade zum Laufen motivieren.
Trotzdem wurde heute pünktlich um 10.30 gestartet, mit außergewöhnlich vielen wettefesten Läufern – fast wie bei einem Silvesterlauf.
Schon von Beginn an wurde eher verhalten angelaufen, da Temperaturen nur knapp über 0 Grad herrschten und nach 3 Kilometern ein Berg mit 250 HM bergauf und bergab zu bewältigen waren. Den Berg hinauf zu laufen war trotz des vielen Schnees für mich nicht das große Problem, aber dann wieder hinunter zu kommen schon eher. Dort angekommen hatte ich nur mehr einen Halbmarathon zu bewältigen. Auf Grund des vielen Wassers auf der Straße war ich sofort platschnass und bin auf meinem Weg zum Ziel fast erfroren. Schon nach 20 Kilometern freute ich mich auf eine heiße Dusche, die ich mir auch sofort nach dem Zieleinlauf gönnte. Es dauerte eine Weile bis ich wieder aufgetaut war.
Insgesamt war es ein sehr gelungenes Wochenende mit einem perfekt organisiertem Lauf. Ich hoffe, ich finde wieder einmal Zeit, bei besseren Bedingungen( die gibt es sicher) bei diesem einzigartigem Lauf dabei zu sein.
Persönlicher Rekord bei Straßenlauf Weltmeisterschaft in Udine/ITA
15.10.07 - 20:00 Uhr
Nun war der Tag der Halbmarathon Weltmeisterschaft gekommen.
Unser Land war zum ersten Mal mit einem kompletten Männerteam vertreten. Mit den drei Oberösterreichern Christian Pflügl, Martin Pröll, Günther Weidlinger und mir als Kärntner nominierte der Österreichische Leichtathletik Verband ein starkes Team für diesen Bewerb. Schade nur, dass Roman Weger, mein Vereinskollege und Trainingspartner, aus gesundheitlichen Gründen für dieses Großereignis absagen musste.
Jeder von uns wollte ein gutes Rennen laufen und so begaben wir uns gut gelaunt an die Startlinie. Ganz gemütlich stellte ich mich in die letzte Reihe. Ich ahnte schon wie es nach dem Startschuss gleich zur Sache gehen würde.
Meine Vorstellung hatte mich nicht getäuscht. Nach dem ersten Kilometer zeigte meine Uhr 2 min 56 sec., der zweite Kilometer war in 2 min. 55 sec. und noch waren so viele Läufer vor mir. Ich wollte eigentlich nicht zu schnell anlaufen, aber nach 5 Kilometern und einer Zeit von 14.57 min. war es schon geschehen.
Angst, nicht ins Ziel zu kommen, hatte ich keine, denn viele Kärntner waren gekommen um mich anzufeuern. Trotz schwerer Beine gelang es mir das Tempo einigermaßen hoch zu halten und so doch in die Richtung meines persönlichen Rekordes zu laufen.
Schon zum zweiten Mal kam ich bei Start/Ziel vorbei. Auf diese Passage freute ich mich besonders, denn dort herrschte die beste Stimmung und auch ein Teil „meiner“ Leute peitschte mich von dieser Stelle an weiter.
>Eh nur mehr eine Runde<, dachte ich mir zu diesem Zeitpunkt – aber es wird noch ein hartes Stück Arbeit. Zwei Brasilianer waren an dieser Stelle meine Weggefährten. Ich hatte Mühe das Tempo der beiden zu halten und schaffte es daher leider nur bis zu Kilometer 20. Dann hatten die zwei wohl das Ziel gerochen und die Flucht nach vorne ergriffen, deshalb konnte ich ihnen nicht bis ins Ziel folgen, obwohl ich den letzten Kilometer noch unter 3 Minuten gelaufen bin.
So froh wie heute, als ich die Ziellinie erreicht hatte, war ich selten. Das Ziel möglichst an meine persönliche Bestzeit (1.04:45) heran zu laufen habe ich exakt geschafft – auf die Sekunde genau.
Schade, dass es dafür keine Medaillen gibt.
Diese hätten heute alle Österreicher verdient, denn alle konnte persönlichen Rekord markieren. Günther Weidlinger schaffte zudem ein sensationelles Ergebnis: mit einer Zeit von 1:01:42 h konnte er bei seinem Halbmaratondebut neuen Österreichischen Rekord aufstellen und so ein ausgezeichnetes Ergebnis des Österreichischen Teams anführen. Martin Pröll lief in 1:04:32 h ein starkes Rennnen und Christian Pflügl konnte sich mit 1:06:30 h immerhin noch vor Julio Rey, dem spanischen Marathonspezialisten, platzieren.
Mit meiner Leistung bin ich logischerweise auch sehr zufrieden, besonders damit, dass ich auch mit einem nicht so guten Gefühl in den Beinen Bestzeit laufen kann. Ich freue mich schon auf den Tag, wo auch das Gefühl in den Beinen stimmt!
Obwohl es mittlerweile zur Gewohnheit geworden ist bei großen Laufveranstaltungen dabei zu sein, ist es jedes Jahr etwas ganz Besonderes bei meinem Heimrennen in Grafendorf zu starten.
Viele Leute können sich aufgrund von Ergebnissen oder Zeitungsberichten schlecht vorstellen, was es bedeutet auf einem hohen Niveau wie Roman und ich es momentan praktizieren zu laufen. Es wirkt fremd und aus der Welt, genau deshalb finde ich es wichtig auch hier in der Region Siege zu feiern und Werbung für den Laufsport zu machen.
Ich hoffe, das ist mir heute auch gelungen.
In meinem letzten Rennen vor der Halbmarathon Weltmeisterschaft in Udine habe ich mir zum Ziel gesetzt ein relativ schnelles Rennen zu laufen. Natürlich mit Vorsicht und ohne Risiko in den rutschigen und unebenen Passagen. Mit 17 min. 11 sek. konnte ich auf der 5,7 km langen sehr selektiven Strecke einen neuen persönlichen Rekord aufstellen und so meine Zeit aus dem Vorjahr um eine halbe Minute unterbieten.
Mit großer Zuversicht blicke ich nun der Herausforderung Weltmeisterschaft entgegen.
Ich hoffe natürlich, dass auch viele Fans nach Udine kommen um dort das Österreichische Team anzufeuern.
Die Möglichkeit so viele Topathleten auf einen Fleck anzutreffen und hautnah mitzuerleben, wie Topleistungen gezeigt werden, bietet sich in unserer Region nicht jeden Tag.
Die Straßenlauf Weltmeisterschaft in Udine ist sicherlich eine Reise wert.
Starke Leistung bei den Staatsmeisterschaften im Halbmarathon
16.09.07 - 21:00Uhr
Für viele scheint es wohl eine Überraschung gewesen zu sein, für mich war der Wachau-Halbmarathon eine Bestätigung meiner momentanen Leistungsfähigkeit.
Ich bin ja erst am Freitag aus St. Moritz nach Hause gekommen und nach einem kurzen Aufenthalt in den eigenen vier Wänden, wieder in Richtung Wachau aufgebrochen. Das Training in der Höhe ist für mich sehr gut verlaufen, deshalb war ich optimistisch, wieder mit einem guten Rennen aufwarten zu können.
Schon am Anfang des Rennens, indem übrigens die Staatsmeisterschaften ausgetragen wurden, wurde gleich ein für mich optimales Tempo gelaufen. Mit dem Ukrainer Alexandr Kuzin, der heuer in Linz den Marathon in einer Weltklassezeit von 2.07:33 bewältigte, dem oberöstereichischen Hindernissspezialisten Martin Pröll und dem Äthiopier Gebremeskel Kidus fühlte ich mich in prominenter Gesellschaft in der Verfolgergruppe zweier Kenianer. Das Tempo wurde mit der Zeit jedoch sehr unregelmäßig. Es gab schnelle Kilometer um die 3 min, andere Kilometer waren dann wieder nur 3.10-3.14. Da war die Hoffnung auf einen sehr schnellen Halbmarathon bald schon wieder vorbei. Die letzen 2 Kilometer durch die Kremser Altstadt waren für mich dann jene, die mich richtig forderten das Tempo meiner Laufkumpanen mitzugehen. Martin Pröll errreichte als erster unserer Vierergruppe das Ziel und holte sich seinen ersten Staatsmeistertitel in dieser Disziplin. Mit nur 4 Sekunden Rückstand auf ihn konnte ich dann auch stehen bleiben, wobei ich den Ukrainer, der nur 1 Sekunde vor mir ankam, auch gerne geschlagen hätte. Aber wir laufen sicher wieder einmal im gleichen Rennen.
Für die anstehende Halbmarathon Weltmeisterschaft, die am 14.Oktober in Udine/ITA stattfindet, möchte ich wieder ein für mich gutes Rennen laufen und damit meine Nominierung bestätigen.
Höhentrainingslager in St. Moritz/CH vom 25.08. bis 15.09.2007
12.09.07 - 13:00 Uhr
Derzeit befinde ich mich gemeinsam mit meinem Freund und Trainingskollegen Roman Weger auf Trainingslager in der Schweiz.
Es ist das erste Mal, dass ich mich zum Training in so hohe Höhen begebe und ich hoffe, dass dieses Trainingslager eine optimale Vorbereitung für meine kommenden Aufgaben ist:
-- am 16. September finden die Staatsmeisterschaften im Halbmarathon in der Wachau statt und -- 4 Wochen später werde ich bei den Weltmeisterschaften im Halbmarathon in Udine am Start stehen
Aber bis dorthin habe ich noch einige Trainingskilometer vor mir ...
Hier einige Impressionen vom Training in St. Moritz ...
Das Highlight von Kärnten läuft ging heute mit dem Halbmarathon über die Bühne.
Schon im Vorfeld dieses Rennens wurde sehr viel über das Österreicherduell, zwischen Roman und mir, welches eigentlich ein Dorfduell ist, berichtet.
Beide starteten wir leicht angespannt vor der wunderschönen Kulisse des Schlosshotels in Velden. Schon nach kurzer Zeit bildete sich eine größere Gruppe, hinter den führenden vier Kenianern, in der wir uns beide aufhielten. Diese Gruppe wurde aber von Kilometer zu Kilometer kleiner. Ziel war es also, sich möglichst lange in dieser Gruppe aufzuhalten. Als bei Kilometer 12 auch Roman abreißen lassen musste, waren wir nur mehr zu Dritt. Der Deutsche Rekordmann Carsten Eich und der Ungar Thomas Toth waren an dieser Stelle meine Laufkameraden. Am Ortsanfang von Krumpendorf wurde es schließlich auch mir ein bissl zu schnell und ich lief ab dieser Stelle alleine bis ins Ziel.
Bei super Stimmung kam ich dann mit einer Zeit von 1.07:07 an die siebente Stelle im Gesamtklassement und als bester Österreicher ins Ziel.
Da mein Abstand nach vorne, wie auch nach hinten relativ groß war, konnte ich die letzten sieben Kilometer etwas vom Tempo herausnehmen, um mich nicht voll auszureizen.
Denn ich brauche auch noch in den nächsten Wochen einiges an Energie.
Meinen ersten Bewerb bei Kärnten läuft konnte ich heute mit meinem Trainingspartner Figo erfolgreich absolvieren.
Zu Beginn war uns beiden etwas mulmig, denn in einer Riege von 70 Hunden zu stehen, schien Figo und mir nicht ganz geheuer. Vom Start an befanden wir uns in den Top-3, doch aufgrund turbulenter erster 400 m hielten wir uns gekonnt im Hintergrund. Es war schon fast eine Kunst sich zwischen den vielen Hunden durchzumogeln.
Auf dem letzten Kilometer überholten wir dann den bis dorthin Führenden und brachten einen ungefährdeten Sieg ins Ziel. Dort wartete schon die hungrige Presse auf uns. Figo schien das Blitzlichtgewitter zu genießen.
Nach einem kurzen Spaziergang im Park durften wir noch zur Siegerehrung, bei welcher sich Figo als außerordentlicher Genießer herausstellte.
Anstatt wie alle anderen Hunde auf das Siegerpodest zu hüpfen, stellte er sich genau vor dieses und posierte stilsicher für alle Fotografen und Zuschauer. Die Art und Weise wie Figo sich präsentierte brachte alle zum Schmunzeln und er war der Star der Veranstaltung.
Sein tüchtiger Einsatz wurde mit zwei Säcken Hundefutter belohnt und mit dem Wissen, der schnellste Hund Österreichs zu sein.
Sieg beim Seelaufklassiker rund um den Presseggersee
15.08.07 - 17:00 Uhr
Heute bin ich beim Pressseggerseelauf an den Start gegangen - diesmal über die Distanz von 5,7 km, sprich die kleine Seerunde. Für mich ist dieser Lauf fast jedes Jahr ein Fixpunkt und deshalb war ich bis auf wenige Ausnahmen fast jedes Jahr dabei.
Im Vorjahr konnte ich auf Grund meines Bandscheibenvorfalles nicht dabei sein, habe das Rennen mit viel Wehmut aus dem Krankenhaus verfolgt. Damals, ich kann mich noch genau erinnern, war ich mir nicht sicher ob ich je wieder bei diesem Rennen laufen kann. Ein Blick in mein Archiv zeigt, dass ich schon vor 17 Jahren, also 1990 dort gestartet bin.
Der heutige Wettkampf war für mich die letzte ernsthafte Belastung vor dem Halbmarathon am Wochenende. Vom Start an sorgte Christoph Wastl mit sehr hohem Tempo dafür, dass sich das Feld gleich ordentlich in die Länge zog. Nach etwa 500 m war ich schon einige Meter zurück, konnte erst nach 1 km wieder aufschließen. Kurz darauf gelang es mir mein eigenes Tempo zu laufen und ich kam als Sieger nach 17:34 min wieder dort an, wo ich gestartet war.
Alles in allem ein gelungener Seelauf und eine schnelle Trainingseinheit in Hinblick auf Kärnten läuft.
Spontan habe ich mich entschieden, in St. Peter am Kammersberg die 11,2 km lange, sehr selektive Strecke zu laufen. Zwar war ich noch ein bisschen müde von den vorangegangenen Trainings, trotzdem war dieses Rennen ein optimaler Leistungstest für mich. Bei super Stimmung, die für eine so kleine Ortschaft eher ungewöhnlich ist, wurde der 6 km Bewerb, der Viertelmarathon und der Halbmarathon zu gleich gestartet.
Am Anfang dachte ich, ich bin im falschen Film, als viele, hochmotivierte Läufer davonstürmten, als wäre der Teufel hinter ihnen her. Nach 500 Metern befand ich mich gemeinsam mit Roman etwa an der zwanzigsten Stelle, obwohl ich nicht sehr verhalten angelaufen bin. Vielleicht lag das am Publikum, welches die Läufer zu Höchstleistungen angetrieben hat.
Nach etwa 1,5 km konnte ich dann doch Läufer um Läufer überholen und befand mich nach einer Steigung von etwa 40 Höhenmetern endlich in der Spitzengruppe mit dem späteren Sieger über die 6 km Distanz Manfred Konrad und dem später zweitplatzierten im Halbmarathon und Lokalmatador Manfred Heit, der übrigens nur von Roman, jedoch souverän und eindeutig, geschlagen wurde. Kurz darauf verschärfte ich das Tempo ein wenig und lief dann mein eigenes Tempo bis ins Ziel. Mit der Endzeit bin ich eigentlich sehr zufrieden, obwohl man aufgrund der Steigung nicht durchgehend ein hohes Tempo laufen konnte.
Es war wirklich ein guter Test in meiner momentanen Aufbauphase, nebenbei hat es mir auch sehr viel Spaß gemacht bei so einer super Atmosphäre zu laufen.
Für das nächste Jahr hab ich mir diesen Termin einmal unter "must have" vorgemerkt.
Gratulation auch an Roman und Sylvie - wie's ausschaut hat euch die MINI-Fahrt beflügelt. ;-)
12. Internationaler Obergailtaler Berglauf auf die Mauthner Alm
29.07.07 - 15:00 Uhr
Heute kann ich das erste Mal auf meiner HP vom Obergailtaler Berglauf auf die Mauthner Alm berichten.
Eigentlich ist dieser Bewerb einer von zwei Läufen im Jahr, bei denen ich "Heimvorteil" habe. Das zweite Rennen in meiner unmittelbaren Heimat ist natürlich der Herbstlauf in Grafendorf, der jährlich Anfang Oktober über die Bühne geht.
Aber zurück zum heutigen Event. Gestartet wird nun seit einigen Jahren im Freizeitpark Mauthen, wo fast wöchentlich verschiedene Sportveranstaltungen von Beachvolleyball über verschiedene Lauf- und Triathlonbewerbe bis hin zum Eishockey und Eisklettern ausgetragen werden. Von dort aus geht es einige "ebene" Meter durch Mauthen, bevor es in Richtung Maria Schnee in die erste saftige Steigung hineingeht. Bereits dort konnte ich heute meine Gegner einige Meter hinter mir lassen und dadurch mein eigenes Rennen laufen. Genau diese Situatuon ist mir heute sehr gelegen gekommen: Ich konnte ich in den Steigungen ein bissl langsamer laufen und dafür in den einigermaßen flachen Passagen wieder aufs Tempo drücken. Da ich das gesamte Rennen alleine gelaufen bin, war ich bis auf die letzte Steigung immer im grünen Bereich und konnte so das Rennen für mich entscheiden.
Nach dieser langen Rennpause, sicher ein gelungener Rennauftakt....
Dieser Saisonabschnitt beinhaltet für mich ein sattes Halbmarathonprogramm mit >Kärnten Läuft<, der Staatsmeisterschaft in der Wachau und als Dessert die Halbmaraton Weltmeisterschaften in Udine.
Ein sehr straffes Programm auf das ich mich allerdings sehr freue.
Bevor es allerdings damit losgeht habe ich noch einige Trainings als Vorbereitung zu absolvieren und natürlich das ein oder andere Rennen zu bestreiten.
Ein Highlight am Vortag des Halbmarathons am Wörthersee wird der Dogging Bewerb sein. Auf dieses brisante Rennen bereite ich mich und meinen Partner Figo natürlich sorgfältig vor. Nähere Details könnt ihr sicher aus der Galerie entnehmen.
Nach einem nicht allzu glücklichen Monat, mit wenig Trainingseinheiten (dank meiner linken Wade), gibt es nun von Seiten des ÖLV (österreichischer Leichtathletik Verband) eine sehr positive Nachricht für mich.
Der ÖLV entsendet für die diesjährige Straßenlauf- Weltmeisterschaft am 14. Oktober in Udine eine komplette Männermannschaft. Die zwei ersten Nominierungen aus dieser Mannschaft betreffen meinen Vereinskollegen Roman Weger und mich, die wir auf Grund unserer Leistungen im Frühjahr erhalten haben. Wer die anderen zwei bis drei Athleten sein werden, wird sich spätestens im Herbst entscheiden.
Für mich ist diese Meisterschaft sicher etwas ganz Besonderes, da dies die erste ist, die auf meinem „Lieblingsbelag“, der Straße stattfinden wird. International war ich ja schon bei einer Berglauf- Europameisterschaft und bei drei Berglauf – World- Trophys (Berglauf –WM) am Start.
Ziel sollte es zumindest sein, in die Nähe der persönlichen Bestzeit zu kommen, vielleicht diese sogar zu unterbieten, um im internationalen Spitzenfeld einigermaßen mithalten zu können. Auf jeden Fall freu ich mich schon, als einer von vier Athleten für unser Land am Start stehen zu können.
von: Markus
Wie schaut´s aus?
07.06.07 - 19:03 Uhr
Eigentlich wollte ich euch wieder einmal von einem Rennen berichten, jedoch war ich seit meinem Marathon in Salzburg nicht in der Lage, wieder in ein geordnetes Training einzusteigen.
Am Donnerstag nach dem Marathon lag ich mit 39.2 Grad Fieber im Bett, und hab geschwitzt was das Zeug hält. Jede halbe Stunde musste ich mein Leiberl wechseln, da es völlig durchnässt war. Auf Grund dieser Tatsache habe ich von einem vorzeitigen Trainingsbeginn wieder abgesehen, um meinem Körper vorerst die nötige Ruhe zu gönnen, die er braucht.
Anfang Juni dann die ersten Trainings. Der Puls war anfangs noch hoch, die Beine jedoch wieder fit. Ich war wieder zuversichtlich, bald schon in alter Stärke zu sein. Die Zeit für einen mittleren Dauerlauf war gekommen (3.40/km). Nach gutem Aufwärmen und mittlerweile 10 Kilometern plötzlich ein krampfhafter Zustand in meiner linken Wade. Keine Ahnung woher dieser so schnell kam, denn das hatte ich noch nie. Die restlichen 6 km, die ich noch nach Hause musste, trabte ich trotz Schmerzen locker, da ich keine Zeit hatte gemütlich nach Hause zu gehen.
Seit diesem Training liege ich nun auf meiner faulen Haut, und versorge meinen Schwachpunkt unter dem Knie mit Eis, Topfen, Salben und Cremen. Ganz klar, dass dabei auch ein Happen Topfen in meinem Mund landet. Nun heißt es abwarten, denn selbst eine Ultraschalluntersuchung brachte kein Ergebnis, sprich - es ist kein Muskelfaserriss.
Bis jetzt bin ich noch von jeder Verletzung stärker ins Wettkampfgeschehen zurück gekehrt. Deshalb freue ich mich jetzt schon auf die Rennen ... in nächster Zeit.
von: Markus
Staatsmeistertitel im Marathon
13.05.07 - 22:07 Uhr
Meinen ersten Marathon wollte ich eigentlich schon vor zwei Jahren laufen, und auch im letzten Jahr wurde ich durch gesundheitliche Probleme zum Zuschauen verdammt. Auch diesmal hatte ich in der Vorbereitung mit kleineren Problemchen zu kämpfen, wollte mich aber unbedingt auf die Königsdisziplin eines Langstreckenläufers stürzen.
Mit eigentlich sehr wenigen Kilometern aus der Vorbereitung, aber voll regenerierten Beinen machte ich mich, zugegeben, mit einem mulmigen Gefühl auf den Weg nach Salzburg. Ich hatte größten Respekt vor dieser Strecke, wollte den berühmten Mann mit dem Hammer nicht gleich beim ersten Marathon treffen.
Los ging es um neun Uhr am Salzburger Residenzplatz. Die ersten Kilometer nutzte ich noch, um mich richtig aufzuwärmen, was aber auf Grund der äußeren Verhältnisse gar nicht so schwierig war. Mit gleich vier afrikanischen Läufern und meinem Trainingspartner Erich Kokaly bildeten wir die Spitze dieses Marathonlaufes. Nach etwa 12 km war ich dann alleine mit den vier Afrikanern, da sich Erich für sein eigenes Tempo entschieden hatte. Nach Kilometer 20 und immer schneller werdenden Kilometerzeiten, habe ich dann auch etwas zurückgeschalten und lief von nun an alleine. Einige Zeit später überholte ich noch einen Mitkonkurrenten und befand mich nun an dritter Stelle des Marathons.
Nun begann der Marathon erst so richtig.
Kilometer 34 war bereits hinter mir. Ich spürte meine Beine und wurde langsam müde. Die Hitze, die mir sonst nicht so viel ausmacht, vernahm ich deutlich, und duschte mich regelmäßig mit kaltem Wasser ab. Meine Kilometerzeiten waren mir mittlerweile egal geworden – ich wollte nur finishen – unbedingt.
Meine Beine hielten durch – mein Kopf auch, obwohl ich mir nicht ganz sicher war durchzukommen, da mein Körper nicht mehr ganz der gleiche war wie sonst. Umso schöner dann der Zieleinlauf. Begrüßt von den vielen Zuschauern, durfte ich endlich stehen bleiben und mich über den Staatsmeistertitel im Marathon freuen. Gemeinsam mit Erich Kokaly und Wolfgang Maurer konnten wir dann auch noch den Mannschaftstitel mit nach Kärnten nehmen und dem ganzen die Krone aufsetzen.
Schlussendlich bin ich überglücklich nach längeren Anlaufschwierigkeiten endlich meinen ersten Marathon hinter mir zu haben und mich endlich „Marathoni“ nennen zu dürfen. Der Titel entschädigt für so manche Folgeschmerzen …
Ein Bewerb der anderen Art ging heute im schönen Südtirol über die Bühne. Dabei galt es von Naturns bis hinauf zum Schnalstaler Gletscher drei Disziplinen zu absolvieren, die zusammen die Marathondistanz von 42,195 km ergeben.
Die Disziplinen setzten sich aus Mountainbiken, Berglaufen und Schibergsteigen zusammen. Nun ist es ja nicht mehr schwer zu erraten in welcher Sparte ich mich bewegte. Ich war mir sehr unsicher wie es mir dabei gehen würde auf einem Großteil der Strecke mit Wald- und Wiesenwegen vorlieb nehmen zu müssen. Ich habe mich ja schon an den Asphaltgeruch gewöhnt. Außerdem war auf der Strecke von 11,8 km eine effektive Höhe von über 600 m zu überwinden. Das habe ich schon lange nicht mehr gemacht. Meistens ist es aber dann so, dass es dann am Besten geht. Und so war es dann auch …
Unser Biker, Andreas Strobl, übergab mir als dritter mit über 3 Minuten Rückstand auf das führende Kolland Topsport Team, dessen Biker Roland Stauder absolute Bestzeit aufstellte, und 37 Sekunden Rückstand auf das Südtiroler Team WF Mechanik Klausen. Ich wollte eigentlich nicht zu schnell beginnen, da am Anfang der Strecke gleich das steilste Stück zu bewältigen war, und es im Mittelteil ein wenig besser zum Laufen gehen sollte. Vom Start weg fand ich aber gleich einen guten Rhythmus und konnte nach ca. 200 Höhenmetern auf Gerd Frick auflaufen. Gemeinsam arbeiteten wir uns immer näher an Markus Kröll heran, wobei ich aber oft zu tun hatte das Tempo von Gerd Frick zu halten, da ich auf den kurzen bergab Passagen viel zu vorsichtig lief und daher immer einige Meter verlor. Trotz meiner Vorsicht hatte ich etwa 600 Meter vor dem Ziel unliebsamen Kontakt mit dem Boden. Keine Ahnung wie das passiert ist, aber auf einmal lag ich da. Dabei waren wir drauf und dran Markus Kröll einzuholen, allerdings schaffte es aufgrund meines Sturzes nur Gerd Frick zeitgleich mit Markus Kröll zu übergeben. So konnte ich unseren dritten Mann, Martin Echtler, mit 12 Sekunden Rückstand auf die nächsten 1 200 Höhenmeter schicken.
Die tatsächliche Entscheidung lag also bei den Tourengehern, deren Strecke ich in kurzer Zeit mit der Gondel bewältigte und in 3 000 m Seehöhe im Ziel auf sie wartete. Doch an der Reihenfolge nach dem Lauf hatte sich nichts verändert, nur die Abstände sind ein wenig größer geworden.
Mit Rang 3 in der Staffel und dem Disziplinensieg im Berglauf war ich sehr zufrieden und konnte noch die herrliche Kulisse in den Ötztaler Alpen genießen.
Da meine zuletzt in Wels gelaufene Halbmarathonzeit für mich nur wenig zufrieden stellend war, beschloss ich kurzerhand beim bekanntesten Straßenlauf Italiens, dem Stramilano in Mailand an den Start zu gehen.
Gleich zu Beginn beeindruckte mich die Masse, die dort am Start stand. Insgesamt schnürten sich etwa 50.000 Laufbegeisterte die Schuhe, wobei „nur“ 4930 am Halbmarathon teilnahmen. Für mich unvorstellbar so viele begeisterte Sportler auf einem Haufen zu sehen.
Aus diesem Grund suchte ich die Startlinie schon 15 Minuten vor dem Startschuss auf, um nicht in der Masse unterzugehen. Bis zum ersten Kilometer hatte ich zu tun, aus dem Gewühl langsam in ein koordiniertes Laufen zu kommen. Wenig später überholte ich die schnellste Frau (Aniko Kalovics), die von Beginn an Vollgas gab. Ab Kilometer zwei hatte ich eine Gruppe gefunden die einigermaßen mein Tempo lief, jedoch nur hinter mir. Immer wenn ich vorne lief, passte die Geschwindigkeit, machten andere das Tempo, wurde es ein wenig zu langsam. Erst am Schluss lotete jeder seine Grenzen aus. Mit einer Zeit von 1.05:42 erreichte ich mit Platz 10 das Ziel, womit ich eigentlich sehr zufrieden bin.
Alles in allem war dieses Wochenende wieder ein sehr anstrengendes, aber auch ein sehr schönes Erlebnis, zumal ich diesmal die Ehre hatte mit dem Marathonolympiasieger von Athen 2004, dem Italiener Stefano Baldini wenigstens nach dem Rennen auf gleicher Höhe zu stehen. Mehrere Impressionen wie immer in der Galerie.
Das erste Rennen der Saison liegt hinter mir. Denn heute bin ich beim Halbmarathon in Wels am Start gestanden und habe mich auch von dort weg ins Ziel gekämpft. Gekämpft – ja, für mich war das heute ein Kampf. Ich hatte diesmal „Gott sei Dank“ nicht mit mir zu kämpfen, sondern gegen einen viel stärkeren Gegner - den Wind.
Doch wollen wir einmal von Anfang an beginnen.
Mit einer guten Form im Gepäck und voller Motivation reiste ich bereits am Rennvortag an. Die Wettervorhersage für das Rennen sollte sich bewahrheiten, bis auf den viel stärkeren Wind, der mir gleich beim ersten Blick am Morgen aus dem Fenster auffiel. Trotzdem wollte ich alles versuchen um eine passable Vorstellung zu bieten, die mir auch gelungen ist obwohl ich schon von Beginn an alleine gegen einen übermächtigen Gegner ankämpfen musste. Nach 5 km und einer Zeit von 15:12 schien mir das auch zu gelingen, doch mehr als eine Endzeit von 01:06 h war an diesem Tag nicht möglich.
Der Sieg bei diesem Halbmarathon, der übrigens einer der größten in Österreich ist, entschädigt natürlich ein bisschen, aber trotzdem ist es ärgerlich für eine, glaube ich, gute Leistung, zeitlich unbelohnt zu bleiben.
Viel besser ist es heute meinem Laufkollegen Roman ergangen, der beim Wien Energie Halbmarathon mit einer Zeit von 01:04:36 h neuen Kärntner Rekord aufstellen konnte. Gratulation zu dieser tollen Leistung! Ich freue mich über diese neue Herausforderung. ;-)
Abschließend möchte ich mich noch bei den Veranstaltern bedanken, besonders bei Herrn Otto Geiz und seiner Frau Ulrike, die mich rund um den Lauf bestens betreut haben und eine tolle Veranstaltung auf die Beine gestellt haben.
Mein erstes Rennen in diesem Jahr rückt immer näher. Wie ihr sicher schon alle wisst, laufe ich nächsten Sonntag in Wels den Halbmarathon.
Bezüglich meines Trainings in letzter Zeit bin ich sehr zufrieden, wie schnell ich wieder in Form gekommen bin. Natürlich ist es an dieser Stelle sehr schwer zu sagen was dann wirklich herausschauen wird, aber das werden wir dann sowieso nächsten Sonntag wissen. Ich bin selber auch schon neugierig.
Bleibt nur noch zu hoffen dass das Wetter mitspielt, denn ab Montag soll ja wieder eine ordentliche Portion Schnee kommen.
Heute konnten wir noch bei sonnigem Wetter trainieren, das offensichtlich mehrere Personen ausnutzen wollten. Dabei haben wir den Villacher Bürgermeister Helmut Manzenreiter getroffen, der des öfteren läuferisch aktiv ist. Genau deshalb stellte sich der LC-Villach mit seinen Funktionären und Athleten bei ihm mit einem Geschenk von Laufsport Münzer ein. Grund dazu gab sein 20-jähriges Jubiläum als Villacher Häuptling.
Nach nun zehn Tagen, die ich ohne gröbere Probleme durchtrainieren konnte, geht es mir schon wieder wesentlich besser. Nicht nur körperlich komme ich wieder besser in Schwung, auch das Laufen an sich macht wieder Freude.
Dieser Faktor scheint bei mir besonders wichtig zu sein, denn nur wer mit einer gewissen Leichtigkeit an die Sache herangeht, kann auch über den Tellerrand hinausblicken.
Freilich sind in Zukunft wieder einige Trainings am Programm, wo ich meinen inneren „Schweinehund“ überwinden sollte, um wieder an alte Zeiten anschließen zu können. Doch mit einem Schuss Lockerheit, sollte dieses Vorhaben auch gelingen.
Apropos „Schweinehund“. Ich habe momentan bei längeren gemütlicheren Läufen einen neuen Laufpartner. Figo, der Hund der Familie meiner Freundin begleitet mich bis zum bitteren Ende meines Trainings. Noch ein Vorteil – andere Hunde haben es nicht mehr auf mich abgesehen, sondern auf meinen kleinen Freund ;-)
Ob es für den Doggingbewerb im August bei „Kärnten läuft“ reichen wird, werden wir sehen.
Das Ende der mageren Zeit - es kommen die fetten Jahre
21.02.07 - 18:42 Uhr
Nun ist die Faschingszeit vorbei und ich habe nichts mehr zu lachen. Seit Sonntag quälen mich einige Blasen auf den Fußsohlen. Und die sind wirklich hartnäckig. Ans Laufen ist derzeit nicht zu denken.
Mittlerweile sind allerdings nur noch vier Wochen bis zu meinem ersten Frühjahrshalbmarathon in Wels. Die Vorbereitung darauf verlief bis Mitte Jänner plangemäß und besser wie gedacht, doch seitdem machten mir meine Rückenschmerzen wieder Sorgen. Kaum war dieses Problem wieder im Griff, kam schon das nächste.
Doch sobald meine Fußsohlen wieder einsatzfähig sind werden die Laufschuhe wieder geschnürt Bis dorthin wird es hoffentlich nicht mehr lange dauern – spätestens übermorgen wird ein neuer Versuch gestartet – mit Vollgas natürlich, denn vier Wochen sind eigentlich eine nicht allzu lange Zeit. Allerdings weiß ich aus Erfahrung, dass eine solch kurze Vorbereitungszeit durchaus kein Nachteil ist. Auch vor meinem letzten Halbmarathon, bei dem sogar Bestzeit herausschaute hatte ich nur eine Vorbereitungszeit von sechs Wochen nach einer sicherlich viel längeren Pause und einer schwerwiegenderen Verletzung. Also kann ich kaum erwarten wieder so richtig in Schwung zu kommen um in Wels eine für mich gute Leistung abrufen zu können.
Solltet ihr auch Interesse haben in Wels zu starten findet ihr nähere Informationen unter:
Nach sehr vielen Wochen, in denen ich sehr gut trainieren konnte, ist momentan der Faden ein bissl gerissen. Am vergangenen Wochenende habe ich auf Grund von allgemeinem Unwohlsein auf das Training verzichtet. Und jetzt, da es wieder gehen würde, macht mir der Wintereinbruch einen Strich durch die Rechnung.
Doch man muss es eben nehmen wie es ist. Der viele Schnee, über den sich nicht nur die Natur freut, sondern auch der Tourismus, war natürlich schon längst fällig. Bis die Straßen wieder halbwegs schneefrei sind kann es schon ein bissl dauern. Da ich diese Woche frei habe, besteht mein heutiges Training aus Schneeschaufeln, Schneeschaufeln und Schneeschaufeln.
Vielleicht hole ich auch heute noch meine Tourenski aus dem Keller, um morgen wenigstens wieder ein Ausdauertraining zu machen. Mal sehen wie es mit dem Schnee weitergeht!!!
Um meinen Trainingsalltag etwas zu unterbrechen und vielleicht auch etwas Motivation zu tanken, bin ich der Einladung des TUS- Kainach gefolgt und eben dort beim Silvesterlauf gestartet.
Nach guten zwei Stunden Fahrzeit, sind wir (Lilli und Ich) bei frühlingshaften Temperaturen in der Steiermark aus dem Auto ausgestiegen. Optimales Laufwetter zu Silvester - das gibt es nicht jedes Jahr. Nach der Abholung der Startnummer habe ich kurz die Starterliste durchgesehen. Darauf fand ich den ungarischen Streckenrekordhalter Gergely Rezessy und den slowenischen Hindernisspezialisten Buc Bostjan, dessen Europameisterschaftsrennen über die Hindernissdistanz ich heuer im August aus dem Krankenhaus mitverfolgt habe. Weiters noch einige Ausländer, welche ich vom Namen her nicht kannte und natürlich der Lokalmatador und Vorjahressieger Harry Bauer.
Nach der einzelnen Vorstellung der Athleten folgte um 14 Uhr der Startschuss und es ging auf die erste von sechs Runden. Die 1120 Meter lange Runde fiel auf den ersten 900 m leicht bergab, bevor es dann wieder in eine ca. 200 m lange Steigung ging und die Zielgerade wieder erreicht wurde. Ich hatte mir vorgenommen nicht allzu schnell zu beginnen, denn die Steigung sechs Mal hinaufzulaufen sollte einem schon fordern. Diesen Vorsatz hatten auch die anderen - so wurde die erste Runde eher verbummelt. Darauf musste ich sofort reagieren und versuchte ständig das Tempo hochzuhalten. In die sechste Runde gingen wir nur noch zu dritt - der Rest war abgeschüttelt. Die Entscheidung fiel in der letzten Steigung als der Slowene kräftig anzog und einen knappen Vorsprung auf mich ins Ziel herauslaufen konte. Dritter wurde der Streckenrekordhalter aus Ungarn Gergely Rezessy. Im Ziel war ich über meinen zweiten Platz sehr zufrieden, wobei ich mir aber schon vorwerfen muss, in der entscheidenen Phase des Rennens nicht genug Gegenwehr gezeigt zu haben. Vielleicht kann ich es im nächsten Jahr besser machen!?
Ich möchte all meinen Homepagebesuchern auf diesem Weg ein gesundes und erfolgreiches 2007 wünschen!!!
Mitten in den Weihnachtsfeiertagen möchte ich euch allen noch viele erholsame Stunden im Kreise der Familie und Freunden wünschen. Mein Weihnachtsfest war wie immer wunderschön. Ich kann nur hoffen, dass ihr alle ebenso schöne Stunden verbringen konntet. Nichtsdestotrotz existieren für mein Training keine Weihnachtsfeiertage.
Bei mir sind momentan sehr viele Kilometer am Programm, wobei ich heute wegen einem leichten Wirbelsäulenproblem einen Ruhetag eingelegt habe. Besser eine Pause zum richtigen Zeitpunkt, als eine daraus resultierende ungewollte, ungeplante und längere Auszeit.
Für Silvester ist bereits ein Fixpunkt geplant. Ich werde heuer beim Silvesterlauf in Kainach/Steiermark an den Start gehen. Ein hoffentlich versöhnlicher Abschluss eines abwechslungsreichen Jahres.
von: Markus
Im Dienst der guten Sache
09.12.06 - 20:57 Uhr
>>Laufen für Kärntner in Not<<, das war das heutige Motto bei Gigasport in Villach für das eifrig gesammelt wurde. Der von der Firma Panaceo organisierte Event ging bei „perfektem Laufwetter“ über die Bühne. Im Freien strömender Regen und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt - im Sportgeschäft trockene und lauffreundliche Verhältnisse. Ein weiterer Grund sich auf das Laufband zu begeben. Für jeden gelaufenen Kilometer wurde ein Geldbetrag für bedürftige Kärntner zur Verfügung gestellt. Auf insgesamt vier Laufbändern konnten sich alle Sportbegeisterten im Sinne einer guten Sache austoben. Prominenz aus Sport und Politik stellte sich der Herausforderung um die Organisation „Kärntner in Not“ in ihrer Arbeit zu unterstützen.
Um auch meinen Beitrag zu leisten, spulte ich mein für diesen Tag geplantes Training von 20 km auf dem zur Verfügung gestellten topmodernen Laufband ab, das ich überraschender Weise in der Schlussphase bis auf die höchstmöglichen 22 km/h ausreizen konnte und auch durfte, denn zu Beginn war dieses Geschoß auf rasante 10 km/h limitiert. Dann hätte ich für mein Training etwas länger gebraucht. ;-)
Sieg bei den Kärntner 10 km Straßenmeisterschaften
03.12.06 - 17:36 Uhr
Normalerweise ist für die meisten Läufer die Saison mit Ende Oktober schon vorbei. Trotzdem fanden sich zum heutigen, vom KLC veranstalteten Adventlauf in Klagenfurt viele Läufer/innen aus ganz Kärnten ein. Vielleicht eine positive Nebenerscheinung der zuletzt so milden Temperaturen.
Von milden Temperaturen konnte man heute aber nicht mehr sprechen, als das Rennen um zehn Uhr in der Nähe der Universität gestartet wurde. Überlegt hatte ich es mir, mit einer kurzen Hose zu laufen - dann bekam aber doch die längere Hose den Zuschlag.
Auf dem ersten Kilometer hatte ich noch mit Robert Stark und meinem Bruder Christian Gesellschaft, von dort an lief ich aber mein eigenes Rennen. Da waren es eh nur mehr neun ;-)
Diese "neun" waren eigentlich recht kurzweilig. Ständig hatte ich auf der drei Kilometer langen Runde Läufer vor mir die ich überrunden konnte (musste). Natürlich sind da einige Kilometer etwas langsamer, aber was soll´s.
Für mein momentanes Training, das voll aus Grundlagenkilometern besteht, bin ich mit dieser Leistung sicher zufrieden.